Ex-Geraer Oberligaspieler nach schwerer Krankheit verstorben.
Schöne Stunden im Kreise seiner Sportfreunde
Von Manfred Malinka

Geras Ex-Oberligaspieler Dieter Markfeld ist tot. Er starb in dieser Woche 62-jährig in Neustadt/O. nach langem Krebsleiden.
„Marko", wie er von seinen Sportfreunden nur gerufen wurde, wuchs in Triptis auf und spielte dort bis 1974 bei der BSG Chemie Fußball. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre zum Werkzeugmacher. 1972 gehörte er zum Kader der der DDR-Junioren-Nationalmannschaft, mit der am 8. Oktober 1972 als Einwechsler das Juniorenländerspiel DDR – Polen (3:0) bestritt. Mit knapp 20 Jahren wechselte er zur Saison 1974/75 zur BSG Wismut Gera, die in der abgelaufenen Spielzeit in der Aufstiegsrunde zur Oberliga gescheitert war. Auch mit Markfeld konnten sich die Geraer in der Aufstiegsrunde 1975 nicht durchsetzen. Im November 1975 musste Markfeld einen 18-monatigen Wehrdienst ableisten, konnte in dieser Zeit aber bei der ASG Vorwärts Dessau in der Liga weiter Fußball spielen. Im Mai 1977 kehrte der drahtige Abwehr- und Mittelfeldmann nach Gera zurück, um noch rechtzeitig in die Spiele der Oberliga-Aufstiegsrunde eingreifen zu können. Er bestritt vier der acht Relegationsspiele, in denen Gera Platz zwei und damit den Aufstieg in die Oberliga schaffte. Der einjährige Aufenthalt in der höchsten Spielklasse blieb aber in unguter Erinnerung. Der 1,80 m große Markfeld, der am vierten Spieltag in die Oberliga einstieg, begann als Mittelfeldspieler, wurde auch als Libero eingesetzt, spielte aber auch auf allen Positionen der Dreier-Abwehrkette. Insgesamt kam er in der 26 Spieltage währenden Saison auf 20 Einsätze und war mit einem Tor erfolgreich.

Nach dem Abstieg blieb Markfeld noch zwei weitere Spielzeiten bei Wismut Gera in der Liga, wechselte aber 25-jährig im Sommer 1980 zum Ligakonkurrenten Chemie Glas Ilmenau und ging danach noch zum Geraer Bezirksligisten Motor Zeulenroda, wo er später auch seine Laufbahn als Fußballspieler im Leistungsbereich beendete.

Dieter Markfeld blieb aber dem Fußball treu. Noch als 55-Jähriger schloss er sich im Jahr 2010 dem Alte-Herren-Team des SV Blau-Weiß 90 Neustadt an, wo er auch auf den ehemaligen DDR-Nationalspieler Matthias Liebers traf. Dieter half auch als Trainer im Männerbereich einige Jahre aus, speziell bei der 2. Mannschaft. Gemeinsam mit seinen Neustädter Sportfreunden verlebte er zuletzt noch einige schöne Tage, bekam sogar ein Originaltrikot von Oberligist Wismut Gera überreicht und blätterte mit ihnen in Aufzeichnungen und Bildern aus dieser Zeit. Seine Krankheit konnte er nicht mehr besiegen.
Im Auftrag der BSG Wismut Gera überreichte Michael Scherzer, der bei Neustadt wohnt, Dieter Markfeld (re.) ein Wismut-Oberliga-Trikot. (Foto: Verein)

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