Wismut fährt zu Schiebock

Vor dem Spiel beim Tabellendritten Bischofswerda vermelden die Geraer die ersten beiden Neuzugänge für die neue Serie.

Am Sonnabend um 14 Uhr wartet auf den Oberligisten BSG Wismut Gera Orange-Schwarzen eine schwere Auswärtsaufgabe. Der drittplatzierte Bischofswerdaer FV 08 empfängt die derzeit Rang belegende Wismut-Elf, die nach dem 2:2-Unentschieden im heimischen Stadion der Freundschaft gegen Schlusslicht SSV Markranstädt noch etwas gutzumachen hat.

Das Hinspiel hatten die Geraer unglücklich mit 0:1 verloren.

"Das Spiel letzte Woche war sehr zäh. Diesmal müssen wir konzentrierter zu Werke gehen, auch wenn es für uns nicht mehr um so viel geht", sagt Geras Trainer Carsten Hänsel. Nach seiner Knöchelverletzung hat Sebastian Dräger das Training wieder aufgenommen. Dagegen dürfte sich das Mitwirken von Spielgestalter Carsten Weis erst kurzfristig entscheiden. Der 31-Jährige hatte gegen Markranstädt an allen Ecken und Enden des Wismut-Spiels gefehlt. Die personellen Alternativen auf der Bank sind derzeit eher klein.

"Wir wollen die letzten vier Partien der Saison noch anständig und mit möglichst vielen Punkten über die Bühne bringen. Man merkt den Spielern aber an, dass das Spieljahr extrem anstrengend war und nun alle langsam etwas müde werden. Trotzdem müssen die Leistungen stimmen", fordert Carsten Hänsel von seinen Kickern.

Das Hinspiel hatten die Geraer unglücklich mit 0:1 verloren. Damals schlug die Gäste-Elf von Trainer Erik Schmidt in der Schlussphase eiskalt zu. Nach einem abgefälschten Pass in die Schnittstelle der Geraer Viererkette kam der zur Halbzeit eingewechselte Hannes Graf freistehend zum Schuss und traf volley unter die Latte (84.).

Wismut hat sich viel vorgenommen, doch sind die Bischofswerdaer die zweitbeste Rückrundenmannschaft in der Oberliga. Nur Spitzenreiter Chemie Leipzig ist noch einen Hauch besser.
Enkelmann und Petrik die ersten Neuzugänge

Unterdessen hat die Wismut-Elf die ersten beiden Neuzugänge für die neue Saison vorgestellt. Von Schott Jena kommt Offensivakteur Maximilian Enkelmann. Der 26-Jährige bestritt bisher 130 Oberliga-Begegnungen für die Saalestädter und ist mit acht Torerfolgen in diesem Spieljahr deren treffsicherster Schütze. "Er ist einer der besten offensiven Mittelfeldspieler in der Oberliga. Das Gesamtpaket passt einfach", freut sich Carsten Hänsel über die Verplichtung.

Auch der zweite Neue lief zuletzt für den SV Schott Jena auf. Der 25-jährige Tscheche Jakub Petrik ist Mittelstürmer und mit seinen 1,90 Meter Körpergröße eine imposante Erscheinung. Nach seinem Wechsel aus seiner Heimat nach Deutschland schnürte er schon für den Brandenburger SC Süd und den SV Babelsberg 03 die Schuhe. In dieser Saison traf er bisher sechsmal ins Schwarze. In 94 Oberliga-Begegnungen gelangen ihm 31 Treffer. Achtmal kam Jakub Petrik in der Regionalliga zum Einsatz. .

Jens Lohse
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