Der Trainer steht nicht zur Debatte

Wismut-Vizepräsident Frank Neuhaus äußert sich vor dem Spiel gegen Jena II zur Lage beim Oberliga-Schlusslicht.



Was sagen Sie zum Saisonstart der Mannschaft?

Der ist tüchtig in die Hose gegangen. Ich habe aber schon in der Vorbereitung gesagt, dass wir erst dann eine gute Rolle spielen werden, wenn es der Trainer geschafft hat, die vielen jungen Spieler zu integrieren. Wir müssen da noch etwas Geduld haben. Vorbereitung und Punktspiele sind eben zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Wie kann die Mannschaft aus der Krise finden?
Uns kann da niemand helfen. Die Spieler selbst müssen es auf dem Platz richten. Die Mannschaft trainiert gut. Davon überzeuge ich mich zumindest einmal pro Woche persönlich. Der Trainer steht ohnehin nicht zur Debatte. Diese Diskussion werden wir bei Wismut Gera nicht führen. Es ist auch nicht so, dass Carsten Hänsel die Spieler nicht erreichen würde. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken. Die kommenden Aufgaben mit Jena II, Bischofswerda und Rudolstadt werden nicht leichter. Ein Muss ist der Landespokal. Da wollen wir mit einem Sieg in Sonneberg unbedingt das Viertelfinale erreichen.

Hat der Kampf gegen den Abstieg begonnen?
Mit Sicherheit. Ich warne diejenigen, die sagen, das wird schon irgendwann. Es ist keine Selbstverständlichkeit, eine Serie zu starten. Ich habe gesagt, wenn wir in Merseburg nicht gewinnen, dann geht der Abstiegskampf los. So ist es gekommen. Jetzt muss die Mannschaft damit klar kommen.

Wie sicher waren Sie sich, dass es in Merseburg zum Dreier reicht?
Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir holen einen Punkt, hätte ich das sofort unterschrieben. Nach der ersten Halbzeit und der 2:1-Führung war ich mir eigentlich sicher, dass wir gewinnen. Da waren wir eine Klasse besser und hätten viel höher vorn liegen müssen. Nach dem Wechsel waren wir dann nicht mehr so präsent, haben Merseburg wieder zurück kommen lassen.

Wie steht es um die Personalie Jakub Petrik?
Er hat um Vertragsauflösung gebeten, wird nicht mehr im Kader stehen. Er fühlt sich dem Druck in Gera nicht gewachsen. Das ist für mich ziemlich enttäuschend. Wir prüfen nun, ob eine Vertragsauflösung rein rechtlich für uns ohne finanzielle Nachteile machbar ist. Dazu stehen wir in Kontakt mit dem NOFV.

Wann wird endlich im Stadion am Steg gespielt?
Am 22. Oktober gegen Einheit Rudolstadt soll es so weit sein. Das ist ein Muss und wurde von der Stadt so zugesagt. Die ganzen Bauverzögerungen sind schon enttäuschend. Jetzt haben wir das nächste Problem mit der Beleuchtung auf Platz drei. Das sind nur Straßenlaternen. Im Dunkeln sieht man so gut wie nichts.

Dafür laufen die Planungen für das Hallenturnier am 5. Januar auf Hochtouren. Wie ist da der Stand?
Wir setzen auf Teams aus der Region. Einzige Ausnahme ist der FC Kremmen aus Brandenburg, zu dem wir zwei Wochen später zum Gegenbesuch aufbrechen werden. Da entwickelt sich eine richtige Sportfreundschaft. Das Teilnehmerfeld steht. Dabei sind unter anderen Thüringen Weida, Gera-Westvororte, Blau-Weiß Neustadt sowie der Sieger des Mitternachtsturniers der SG Gera-Pforten.

Jens Lohse / 30.09.17


alle Bilder vom Spiel gegen Jena II von letzter Saison (29.03.2017) |>|




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