Wismut zum Siegen verdammt

Landespokal: Die Geraer sind morgen im Achtelfinale beim Landesklasse-Zweiten 1. FC Sonneberg zu Gast.

Gera. Oberligist BSG Wismut Gera ist morgen im Landespokal-Achtelfinale zum Siegen verdammt. Um 14 Uhr gastiert die Hänsel-Elf beim Landesklassisten SG 1. FC Sonneberg.
Die Spielzeugstädter hatten in den bisherigen Runden den SV Schott Jena (3:0) und Eintracht Hildburghausen (4:3) aus dem Rennen geworfen. "Der Pokal ist für uns enorm wichtig, gerade in der derzeitigen Lage. Das wissen alle Spieler", sagt Wismut-Vizepräsident Frank Neuhaus.

Trainer Carsten Hänsel

Da der FC Rot-Weiß Erfurt und der FC Carl Zeiss ebenfalls bereits in der Runde der letzten 16 aufeinandertreffen, steigen die Hoffnungen der unterklassigen Team, im diesjährigen Pokalwettbewerb möglichst weit zu kommen. Und da es im Achtelfinale mit Teistungen - Ohratal, Viernau - Struth, Saalfeld - Herpf und Borsch - Stadtroda gleich vier Begegnungen unterklassiger Mannschaften gibt, erscheinen diese Gedanken nicht ganz abwegig.

In der Meisterschaft läuft es für die Wismut-Elf aber weiterhin nicht rund. Nur ein Punkt aus sieben Runden lässt bei den Orange-Schwarzen weiterhin die rote Laterne leuchten. Zumindest hat die Ampelkarte, die sich Kapitän Frank Müller im letzten Punktspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena II einhandelte, im Pokal keine Bedeutung. Marco Pusch kehrt zudem wieder ins Team zurück. Hinter dem Mitwirken des grippeerkrankten Jonas Struß steht noch ein Fragezeichen. Nicht dabei sein werden Philipp Katzenberger und der nach einem MRT vor wenigen Tagen auf den Befund wartende Florian Schubert.

Trainer Carsten Hänsel nimmt den Gegner ernst, beobachtete am Dienstag den Kontrahenten im Landesklasse-Ortsderby bei der SG 1951 Sonneberg, dass die FC-ler mit 3:1 zu ihren Gunsten entschieden und damit auf Tabellenrang zwei hinter dem VfL Meiningen vorrückten. "In unserer derzeitigen Lage zählt die Liga-Zugehörigkeit wenig. Wir müssen den Pokalfight von der ersten Minute annehmen. Das ist uns in Büßleben und in Sondershausen gelungen und wird auch diesmal klappen", so Hänsel, der mit seinem Team seit dieser Woche auf dem Kunstrasen im Stadion am Steg trainieren kann. "Jetzt brauchen wir nicht mehr durch die Stadt zu ziehen, sind in unserer eigenen Kabine. Das verbessert die Bedingungen enorm", äußerte sich der Wismut-Coach, für den in Sonneberg nur das Weiterkommen zählt.

 (Jens Lohse)
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