Hänsel-Elf steht unter Druck

Gera. Unter Druck steht Wismut Gera am morgigen Sonntag, wenn der Tabellen-14. um 13 Uhr beim FSV Barleben 1911 am nördlichen Stadtrand von Magdeburg gastiert. Der Gastgeber ist fünf Punkte und zwei Ränge besser platziert, liegt also in Schlagdistanz. Den Rückschlag vom 0:3 in der Vorwoche bei Aufsteiger Einheit Kamenz haben die Geraer gut verdaut. Nun heißt es, auf dem Platz die richtige Antwort zu geben.

„Meine Mannschaft hat zuletzt fünf ordentliche Spiele in Folge abgeliefert, in Kamenz dann eine extrem schlechte zweite Halbzeit. Das ist nicht mehr zu ändern. Wir müssen nach vorn schauen", sagt Trainer Carsten Hänsel. Verzichten muss er in Barleben auf Jonas Struß, der sich in Kamenz in der ersten Hälfte einen Mittelfußbruch zuzog, schon operiert wurde und nun mehrere Wochen ausfallen wird. Dafür ist Youngster Timo Slawik wieder mit dabei, der in der Woche seinen 19. Geburtstag feierte und seine Magen-Darm-Grippe überwunden hat.


Das grüne Geläuf von Barleben kennen die Geraer schon. Fast vor genau zwölf Monaten siegten die Wismut-Kicker an gleicher Stelle mit 3:1. Den frühen Rückstand hatte man damals weggesteckt und bis zur Pause durch den Brasilianer Pedro, einen Fallrückzieher von Torjäger Dennis Blaser und ein Freistoßtor von Spielmacher Carsten Weis bereits in eine 3:1-Führung umgewandelt, die bis zum Abpfiff Bestand hatte. Auch das Rückspiel entschieden die Geraer mit 5:3 für sich.

"„Wir haben zuletzt fünf ordentliche Spiele in Folge abgeliefert – in Kamenz dann eine extrem schlechte zweite Halbzeit."" Carsten Hänsel

Der FSV Barleben riss zuletzt auch keine Bäume aus, unterlag gegen Inter Leipzig mit 0:6 und im Vogtlandstadion beim VFC Plauen mit 0:3. Im Landespokal kam beim Verbandsligisten Haldensleber SC das Aus. „Wir dürfen nicht auf den Gegner schauen, müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Wir sind in der Lage, in Barleben dreifach zu punkten. Angst machen, können wir uns nur selbst", meint Trainer Carsten Hänsel.

Insgeheim hoffen die Geraer noch, die Saison mit zwei Heimpartien beenden zu können. Doch hat man vom Berufungsgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) in Bezug auf die ausgefallene Begegnung gegen Einheit Rudolstadt nichts gehört. Die Geraer hatten Widerspruch eingelegt, nachdem das Spiel für Rudolstadt am grünen Tisch mit 2:0 als gewonnen gewertet wurde.

Jens Lohse / 02.12.17

zur Erinnerung - alle Bilder vom letzten Heimspiel gegen Barleben (03.06.2017) |>|

Archivbild: Gemeinsames Bild nach dem 3:1 Sieg in Barleben, 10.12.2016
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