Aus tiefstem Respekt trauert der Vorstand der BSG Wismut Gera um das Ableben von Peter Harthaus.
Unser Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie und den Angehörigen.
In aufrichtiger Anteilnahme.

Der Vorstand

Peter Harthaus (rechts) war immer ganz nah dran am Geschehen, hier an der Bank im Gespräch mit 03-Trainer Achim Steffens. Foto: Jens Lohse

Peter Harthaus ist im Alter von 78 Jahren gestorben – er führte Gera zweimal in den DFB-Pokal

Der einstige Vorstandsvorsitzende Peter Harthaus ist gestern im Alter von 78 Jahren gestorben

Gera. Es war ruhig geworden um ihn. Die Jahre waren nicht spurlos an Fußball-Funktionär Peter Harthaus vorbei gegangen. Viele schwere Krankheiten zeichneten ihn zuletzt. Dennoch schlug sein Herz weiter für den Geraer Fußball.

Manchem Heimspiel der Oberliga-Kicker von Wismut Gera wohnte er bei, auch wenn er früher mit den Orange-Schwarzen nicht so viel am Hut hatte. Gestern starb Peter Harthaus im Alter von 78 Jahren.

Einst selbst als Kicker an den Jenaer Kernbergen aktiv – sein Vater lief dem runden Leder vor dem Krieg unter anderem in Weida nach – verschrieb sich der Geraer Unternehmer nach 1990 dem Sportsponsoring.

Die Fußballerinnen des TSV 1880 Zwötzen unterstützte er nach Kräften und ermöglichte ihnen über mehrere Jahre den Spielbetrieb in der Regionalliga.
Mit Zwötzen in die Thüringenliga

Peter Harthaus übernahm Verantwortung und ergriff 1991 das Präsidentenamt beim TSV 1880 Zwötzen. Der Verein gehörte mit seinen 14 Abteilungen und mehr als 1200 Mitgliedern zeitweise zu den größten Thüringer Sportvereinen. Sein besonderes Interesse galt dem Fußball.

Nach dem geschafften Thüringenliga-Aufstieg der Zwötzener 2003 gehörte er zu den Mitbegründern des 1. FC Gera 03. Mit dem reinen Fußballverein hatte er als Vorstandsvorsitzender viel vor. Zweimal führte er die Geraer mit viel Herzblut in den DFB-Pokal, wo 2006 gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:2) und 2007 gegen den FC Carl Zeiss Jena (0:3) jeweils gegen Zweitbundesligisten in der 1. Runde das Aus kam. 2007 war das erfolgreichste Jahr der 03er. Neben der Landesmeisterschaft und dem damit verbundenen Oberliga-Aufstieg wurde in Pößneck auch der Thüringenpokal mit einem 1:0-Erfolg im Finale gegen den FC Rot-Weiß Erfurt geholt. Mit Platz sieben (2008) und vier (2009) konnte der 1. FC Gera 03 in der Oberliga zunächst gefallen.

Doch mehr und mehr geriet der Verein durch eigene Fehler in finanzielle Schieflage. Peter Harthaus zog sich zurück, kehrte später wieder verantwortlich zurück, doch war der 1. FC Gera 03 trotz nochmaliger Rückkehr in die Oberliga 2012 nicht mehr zu retten. Das Aus des Vereins schmerzte Peter Harthaus bis zuletzt.

Jens Lohse / 30.12.17
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