BSG Wismut Gera im Finale eiskalt

Fußball: Der Oberligist aus Gera siegt beim eigenen Hallencup nach einem 6:2 über Blau-Weiß Neustadt. Weida enttäuscht.

Oberligist BSG Wismut Gera gewinnt in der Besetzung Philipp Katzenberger (4), Raphael Börner (1), Manuel Seibt (2), Alexander Just, Dmitrij Puhan (4), Chris Söllner (4), Florian Schubert (5) und Maximilian Enkelmann (4/v.l.) die Premiere des Wolf-Hallencups in der Panndorfhalle.

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Gera. Gastgeber BSG Wismut Gera ließ beim 1. Wolf-Hallencup des Oberligisten in der Panndorfhalle nichts anbrennen. Durch einen 6:2-Erfolg im Finale gegen Landesklasse-Vertreter SV Blau-Weiß 90 Neustadt holten sich die Orange-Schwarzen vor gut 400 Zuschauern den Turniersieg.

Zwar waren die Geraer durch einen Treffer des als besten Turniertorschützen geehrten Felix Julius mit 0:1 in Rückstand geraten, drehten danach aber von Minute zu Minute auf.

Postwendend gelang Florian Schubert nach Zuspiel von Maximilian Enkelmann der 1:1-Ausgleich. Schubert wurde immer stärker, legte erst das 2:1 für Chris Söllner auf, ehe er Sekunden später mit der Pike selbst zum 3:1 ins Schwarze traf. Den vierten Treffer bereitete der 22-Jährige per Bandenpass vor. Dmitrij Puhan brauchte nur noch einzuschieben. Neustadt gab sich mehr und mehr auf. Nach Philipp Katzenbergers 5:1 und der Neustädter Resultatsverkürzung durch Marcus Strobel stellte Manuel Seibt kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 6:2-Endstand den Vier-Tore-Abstand wieder her.

„Das haben die Jungs gut gemacht. Sie sind hochverdient Turniersieger geworden. Das Turnier war eine schöne Abwechslung. Anfangs hat noch etwas die Leichtigkeit gefehlt. Aber mit jedem Sieg kamen Selbstvertrauen und Spielwitz hinzu", schätzte Wismut-Co-Trainer Andreas Kleiber ein, der diesmal an der Bande stand. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir sind eine junge Truppe. Alle hatten Bock auf Hallenfußball. Es ist super gelaufen", war auch der überragende Florian Schubert mit dem Auftritt der Geraer überaus zufrieden.
Zum Auftakt klemmte die Säge noch etwas

Im Auftaktspiel gegen den Oberhavel-Kreisoberligisten FC Kremmen 1920 aus Brandenburg klemmte die Säge zunächst noch etwas. Mit 0:1 hinten liegend, musste Wismut-Torwart Alexander Just zweimal stark retten, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Die Geraer kamen zurück. Chris Söllner, Maximilian Enkelmann und Philipp Katzenberger wandelten das Ergebnis noch in ein 3:1 für den Favoriten um und verhinderten so einen Fehlstart ins Turnier. Mit weiteren Erfolgen gegen Blau-Weiß 90 Neustadt (4:2) und Thüringen Weida (5:1) ließen die Orange-Schwarzen keine Zweifel am Gruppensieg aufkommen. Auch das vereinsinterne Wismut-Duell im ersten Halbfinale wurde zu einer klaren Angelegenheit. Chris Söllner (2), Florian Schubert (2), Maximilian Enkelmann und Dmitrij Puhan fegten den Kreisoberligisten BSG Wismut Gera II mit 6:0 von der Spielfläche.

Im kleinen Finale um Platz 3 gewann die Wismut II gegen Münchenbernsdorf nach Neunmeterschießen.

Reserve-Trainer Roy Beck nahm es sportlich und baute sein Team schnell wieder auf. Im kleinen Finale um Platz drei lag Wismut II im Duell zweier Kreisoberligisten nach Treffern von Daniel Böhme und Rene Kirchgeorg schon mit 0:2 hinten. Doch kam man noch einmal zurück. A-Junior Jonas Scherzer und Marcel Hartmann per Strafstoß glichen in der heiß umkämpften Partie zum 2:2 aus. Die Entscheidung musste also im Neunmeterschießen fallen, in dem Münchenbernsdorfs Marvin Lehmann zu Beginn der zweiten Runde an Wismut-Keeper Fabian Runau scheiterte und anschließend Zugang Ronny Steinbach (vom Landesklassisten Silbitz/Crossen zurück) mit dem 6:5 unter die Latte alles klar machte. „Angesichts dieser Besetzung ist Platz drei für uns eine starke Leistung. Wie wir nach dem 0:2 um Platz drei noch einmal zurückgekommen sind, das konnte sich sehen lassen", war auch Reserve-Trainer Roy Beck überglücklich.

Rang vier ging an den SV 1924 Münchenbernsdorf, der die B-Gruppe mit drei Siegen gegen Wismut Gera II (2:0), Silbitz/Crossen (4:2) und Bad Köstritz (3:0) gewonnen hatte, im Überkreuzvergleich aber den Neustädtern mit 1:3 unterlegen war. Da scheiterte man an der schwachen Chancenverwertung. Fünfter wurde Landesklassist Silbitz/Crossen durch ein klares 5:0 gegen die enttäuschenden Weidaer, die unter anderem mit Hendrik Penzel, Lukas Szudra, Dimo Raffel, Kai Schumann und Patrick Leutloff angetreten waren, aber schon zum Auftakt ein 0:8-Debakel gegen Neustadt hinzunehmen hatten. Rang sieben ging an den FC Kremmen 1920, der einen 0:2-Rückstand gegen Bad Köstritz wegsteckte, sich am Ende aber doch noch mit 3:2 behauptete.

„Wir haben ein gutklassiges Turnier gesehen, das die Zuschauer begeistert hat. Daran wollen wir auch in den kommenden Jahren festhalten. Der Termin für 2019 steht schon. Da spielen wir am 4. Januar und schließen am folgenden Wochenende noch die Nachwuchsturniere an", zog Wismut-Präsident Volker ein positives Fazit.

Jens Lohse / 08.01.18


Endstand:
1. BSG Wismut Gera
2. SV Blau Weiss 90 Neustadt/Orla
3. BSG Wismut Gera II
4. SV 1924 Münchenbernsdorf
5. SG SV Elstertal Silbitz
6. FC Thüringen Weida
7. FC Kremmen 1920
8. SV Elstertal Bad Köstritz


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