Wismut-Generalprobe gegen Weida

Testspiel: Geraer Kaderplanungen sind abgeschlossen. Pokal-Halbfinale in Saalfeld kommt sehr gelegen.

Gera. Zur Generalprobe vor dem Rückrundenstart am 17. Februar gegen den SV Schott Jena erwartet Oberligist BSG Wismut Gera am Sonnabend 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Steg den Verbandsligisten SG Thüringen Weida. Für die Mannschaft von Trainer Frank Müller ist es der letzte Test vor dem scharfen Start.

Wismut-Trainer Frank Müller analysiert in der Halbzeitpause das Spiel seiner Geraer gegen Ohratal. Morgen geht es für die Wismut im Test gegen den FC Thüringen Weida.

Die Orange-Schwarzen haben sich in der Winterpause mit Tobert Paul verstärkt. Der 33-jährige Abwehrspieler bestritt für den VFC Plauen in der Hinrunde 13 Partien und erzielte einen Treffer. Der gebürtige Sömmerdaer kann in seiner Laufbahn auf 22 Zweitbundesliga-Einsätze für den SV Wacker Burghausen und den SV Wehen Wiesbaden verweisen. Mit dem FSV Zwickau gelang ihm 2016 nochmals der Aufstieg in die 3. Liga. Zweiter Zugang im Bunde ist der erst 19 Jahre junge Romario Hajrulla. Der Albaner kickte zuletzt für Liga-Konkurrent FC Inter Leipzig, lief dort in der ersten Halbserie siebenmal auf und erzielte einen Treffer. In den Testspielen wurden die Geraer nicht so stark gefordert. Neben den Kantersiegen gegen Kreisoberligist Elstertal Bad Köstritz (15:0) und den Verbandsliga-Vertreter FSV Ohratal 06 (12:0) war die schwierigste Aufgabe beim 3:2-Erfolg gegen die Regionalliga-A-Junioren des FSV Zwickau zu lösen.

Morgen wird man freilich auf Herz und Nieren geprüft. Partien gegen die SG Thüringen Weida bieten immer eine Art Derby-Atmosphäre, egal in welcher Liga beide Mannschaften gerade kicken. Zuletzt gab es im Januar 2016 im Test ein 2:2-Unentschieden. Für die Osterburgstädter trafen damals Matthias Henze und Sebastian Görler ins Schwarze. Zweimal konnten die Geraer die Weidaer Führung egalisieren. Für den 2:2-Ausgleich sorgte Florian Schubert.

Im Winter drehte sich auch das Spielerkarussell beim FC Thüringen Weida. Marian Unger (VFC Plauen), Tibor Schumacher (SG Silbitz/Crossen), Severin Wipf (FC Thüringen Jena), Toni Branescu (Wismut Gera II) und Anthony Mbuebue Kamambu (Red Star Paris) haben sich der Wirth-Elf angeschlossen. Als Abgänge vermeldete man Oliver Lange (SV Jena-Zwätzen), Kay Lange, Chris Ullrich und Tom Diepold (alle unbekannt).

Die Thüringenliga beginnt erst erst am 3. März mit dem Gastspiel der SG Thüringen Weida im Eisenberger Schortental, wo man sich für die 1:2-Niederlage vom Saisonstart auf dem Roten Hügel revanchieren will.

Die Wismut-Verantwortlichen haben wohlwollend die Auslosung für das Halbfinale im TFV-Pokal aufgenommen, in dem die Geraer beim Landesklassisten FC Saalfeld antreten müssen. „In Sachen Entfernung und Erreichbarkeit sind wir damit sehr zufrieden. Bis dahin müssen wir uns aber so viele Oberliga-Punkte wie möglich sichern. Sich nur auf den Pokal zu konzentrieren, wäre angesichts der mageren Punktausbeute bisher fatal", so Carsten Hänsel, der Sportliche Leiter der Orange-Schwarzen. Das Halbfinale soll entweder am 24. März oder am Ostermontag ausgetragen werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Unterdessen sind die Kader-Planungen bei den Geraern abgeschlossen. Florian Schubert und Phillip Roy trainieren nach überstandenen Verletzungen wieder mit dem Team. Ob es gegen Weida schon für einen Einsatz reicht, wird man sehen.

Jens Lohse / 09.02.18
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