Ein ehemaliger Oberligaspieler unserer Wismut gestorben

Mit tiefstem Bedauern mussten wir erfahren, dass ein Aufstiegsheld von 1966 von uns gegangen ist. Michael Strempel, bekannt als „eisenharter Verteidiger", starb am 1. März mit 73 Jahren.

Er spielte nicht lange bei der BSG Wismut Gera. Er hatte aber seinen Anteil am Aufstieg 1966.

Geboren 1944 im brandenburgischen Drasdo, begann er bei der BSG Lokomotive Uebigau in der Lausitz Fußball zu spielen. Er spielte Oberliga bei der SC Aktivist Brieske-Senftenberg, die dann, speziell die Fußballabteilung, in den SC Cottbus eingegliedert wurde, das war 1963. Zweieinhalb Jahre war er dann in Cottbus in der DDR-Liga aktiv, bevor er nach Gera wechselte.

Am 13. März 1966 absolvierte Strempel sein erstes Spiel für unsere BSG, insgesamt 10 Ligaspiele wurden es noch, bevor er den Aufstieg mitfeiern konnte. 19 Spiele bestritt er dann in der Oberliga und das ganz solide, so dass Jena auf ihn aufmerksam wurde. Was das hieß war klar. Wismut stieg ja bekanntlich ab und so nutzte Strempel die Chance und wechselte zum FC Carl Zeiss Jena und schaffte den Durchbruch.

Zwischen dem 16. Mai 1970 und dem 16. Oktober 1971 absolvierte er 15 Länderspiele. Eine sehr kurze Zeit, aber immerhin. Er war einer der wenigen Nationalspieler, die vorher nicht in der Junioren- oder in der B-Nationalmannschaft spielten.

Strempel wurde mit Jena zweimal Meister und einmal Pokalsieger. Im Sommer 1973 war Schluss in Jena, jüngere Spieler liefen ihm den Rang ab.

Er ging zur BSG Chemie Schwarza, erst als Spielertrainer, ab Januar 1975 als Trainer. Mit ihm zeigte sich Schwarza auch in der DDR-Liga. Er trainierte später die BSG Fortschritt Pößneck, die BSG Motor Weimar und führte die BSG Elektronik Gera 1988 in die Bezirksliga.

Die BSG Wismut Gera wünscht der Familie und nahen Bekannten alles erdenklich Gute und viel Kraft für die Zukunft.

Mario Krüger

In Trauer um "Eisenharten Verteidiger" - Ehemaliger FCC-Kicker verstorben
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