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Männer Kreispokal Ostthüringen

TSV Gera-Westvororte vs. SpG Bad Köstritz/Caaschwitz
2 : 1

von Jens Lohse

Einige Mühe hatte Kreisoberliga-Spitzenreiter TSV Westvororte, um gegen den Tabellenvorletzten Bad Köstritz/Caaschwitz ins Achtelfinale des Ostthüringer Kreispokals einzuziehen. Der 2:1-Siegtreffer fiel erst fünf Minuten vor Schluss. Einwechsler Schneider hatte einen Freistoß von der linken Außenbahn scharf vors Tor gezogen. Vorbei an Freund und Feind flog das Leder und prallte vom Innenpfosten ins Netz (85.).

"Gott sei Dank, haben wir uns die Verlängerung erspart. Nach starken ersten 20 Minuten riss bei uns wieder der Spielfaden. Später hatten wir sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Meine Mannschaft hat den Gegner trotz aller Warnungen unterschätzt. Ein großer Wermutstropfen ist natürlich die rote Karte für Tom Holle, der seine Nerven nicht im Griff hatte und uns nun einige Wochen fehlen wird", schätzte Westvororte-Trainer Achim Posselt ein.

Sein Gegenüber Gerd Schreiber war über das Ausscheiden nicht sonderlich traurig. "Wir legen kein besonderes Augenmerk auf den Pokal. Für uns zählt die Meisterschaft. Wir haben hier eine gute Leistung abgeliefert und Westvororte lange Paroli geboten. Allerdings haben wir durch unsere eigenen Fehler dem Gegner zu viele Chancen ermöglicht", lautete das Urteil des Köstritzer Übungsleiters.


Erstaunlich oft in Gefahr geriet die Westvororte-Abwehr mit Martin Heilmann, Maximilian Dörlitz und Tom Holle (v.l.). Hier sorgt der Köstritzer Einwechsler Philipp Puhl für Aufregung im TSV-Strafraum. (Foto: Jens Lohse)



Westvororte hatte stark begonnen, konnte aber nur eine der guten Gelegenheiten der ersten 20 Minuten nutzen, als Winefeld per Kopf erfolgreich war (18.). Die Gäste präsentierten sich im Vergleich zur 1:4-Niederlage im Punktspiel vor wenigen Wochen an gleicher Stelle verbessert. Gröst, Flache, Schroth und Peter waren einem Köstritzer Treffer nahe.

Als Bonde per Freistoß nur den Pfosten traf (32.) und Peter an TSV-Torwart Wolf scheiterte (36.), lag der Ausgleich in der Luft, der kurz darauf nach einer Einzelleistung von Gröst auch fiel - 1:1 (40.). Ein Distanz-Schuss von Peter, den Wolf gerade noch aus dem Dreiangel fischte, hätte der Schreiber-Elf fast das zweite Tor beschert.

Nach Wiederbeginn verflachte die Partie etwas. Chancen gab es hüben wir drüben, wobei der Gastgeber der Führung schon näher war. Doch SG-Keeper Kövesdi zeigte sich bei den Schüssen von Gerold auf dem Posten. Unger wurde im letzten Moment geblockt. Winefeld verzog nach Gerolds Eingabe (78.).

Dann brannte Westvororte-Verteidiger Holle die Sicherungen durch. Am gegnerischen Strafraum gefoult, trat er nach und flog folgerichtig mit Rot vom Platz (84.). Der anschließende Freistoß von Schneider brachte das 2:1 (85.).

Die Gäste warfen alles nach vorn. Dem TSV ergaben sich große Konterräume. Gerold per Flachschuss, Schneider mit einem Freistoß auf die Lattenoberkante und der nach Zuspiel von Hinz allein vor Kövesdi auftauchende Winefeld hätten alles klar machen können.

Statistik zum Spiel:

Torfolge:
1:0 Thomas Winefeld (18.)
1:1 Markus Gröst (40.)
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2:1 Marcus Schneider (85.)
 
TSV Gera-Westvororte:
Wolf - Heilmann, Helbig (46. Hinz), Dörlitz, Nong-Hoang, Donder, Holle (84. RK), Gerold, Winefeld (MK), Unger, Fein (46. Schneider)

SpG Bad Köstritz-Caaschwitz:
Kövesdi - Peter (81. Krause), Bonde (64. Kanzler), Weber, Gahse, Flache (73. Puhl), Frey, Gröst, H. Scheiba, Schroth, Rosenmeier

Schiedsrichter: Dominique Voigt (Gera)

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