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Männer Kreispokal Ostthüringen

TSV Gera-Westvororte vs. SV Eintracht Fockendorf
4 : 1

von Jens Lohse

Im mit Spannung erwarteten Pokalhalbfinale zwischen den beiden besten Mannschaften der Rückrunde der diesjährigen Kreisoberliga-Saison überzeugten die Spieler von Achim Posselt über weite Strecken und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Mit großem Respekt gingen die weiß-blauen ins Spiel, wohl wissend, dass man mit der Eintracht aus Fockendorf die nach Punkten zweitbeste Mannschaft der Rückrunde empfing.

Von Beginn an offensiv ausgerichtet, ergriff der TSV die Initiative. Im Gegensatz zu unseren Gästen aus Fockendorf konnten sich die Scheubengrobsdorfer nicht nur ein spielerisches Übergewicht sondern auch ein klares Chancen-Plus erarbeiten. Die, für den angeschlagenen Danny Luft, diesmal in der Zentrale aufgebotenen Danny Unger und Tom Holle kurbelten das Spiel der Hausherren immer wieder an. Besonders über die linke Seite auf der Philipp Helbig und Martin Gerold die Gäste permanent in Verlegenheit brachten, wurde es gefährlich.

In der 17. Minute die erste große Möglichkeit für die weiß-blauen, aber Marcus Schneider verzog um Haaresbreite. Auch Maximilian Dörlitz' wuchtiger Kopfball verfehlte sein Ziel knapp. Distanzschüsse von Phillip Helbig und Oliver Hoffmann brachten ebenso noch keinen Erfolg. Dies änderte sich als sich Kevin Gareis über rechts energisch durchsetzte und Martin Gerold seine gefühlvolle Flanke in der 38. Minute volley zum 1:0 in die Maschen jagte. Nur 2 Minuten später konnte Tom Holle freistehend im letzten Moment geblockt und am Torschuss gehindert werden.

Das 2:0 lag in der Luft. Auch Maximilian Dörlitz hatte nicht das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als er nach seinem 60-Meter Solo vom eigenen Strafraum aus den Ball aus ca. 18 m Entfernung am Kleinoth- Kasten vorbei schoss. Auf der anderen Seite brachte man die Abwehr um den wiederum überzeugenden Marcus Schneider und Maximilian Dörlitz kaum in Verlegenheit. Fockendorf agierte vornämlich mit langen und weiten Bällen in den Geraer Strafraum, die aber immer wieder sichere Beute von Torhüter Christopher Wolf wurden. Mit einem verdienten 1:0 ging es in die Pause.


Westvororte-Kicker Tom Holle (l.) kann sich im Kopfballduell gegen Fockendorfs Martin Otto nicht durchsetzen. Trotzdem zieht der TSV mit einem 4:1-Erfolg im Halbfinale ins Kreispokal-Endspiel ein. (Foto: Jens Lohse)



Die Taktik für den zweiten Durchgang war darauf ausgerichtet, weiterhin Druck auszuüben, um das zweite Tor nachzulegen. Unerklärlicherweise hatte man als Zuschauer aber den Eindruck, der TSV wolle das 1:0 nunmehr nur noch verwalten. Nach und nach kamen unsere Gäste besser ins Spiel. Vermehrt zeigte sich Schiedsrichter Thomas Schlicht großzügig in Kleinigkeiten und verteilte an die Westvororte-Kicker wahllos gelbe Karten. Foulspiele der Fockendorfer an den Spielern des TSV blieben ungeahndet. Ebenso pfiff er ein Kopfballtor von Tom Holle wegen angeblichem Foulspiel zurück.

Unabhängig davon hatte man den Eindruck, der TSV bettelt um ein Gegentor. Mit freundlicher Unterstützung von Torhüter Christopher Wolf kam die Eintracht in der 61. Minute nach einem Eckball zum Ausgleichstreffer durch Georg Kleinoth. Dadurch geschockt verlor der Gastgeber danach den Faden, fing sich aber etwa 10 Minuten später und riss das Spiel wieder an sich. Ein Ruck ging durch die Mannschaft. Von nun an bestimmten die Posselt-Schützlinge wieder das Spielgeschehen.

In der 75. Minute war es abermals Kevin Gareis der sich über rechts durchsetzte und scharf nach innen passte. Kapitän Thomas Winefeld ließ in Mittelstürmerposition all seine Routine spielen und beförderte den Ball mit der Hacke zum vielumjubelten 2:1 ins kurze Eck. Noch waren 15 Minuten zu spielen. Wie auch schon in den vorangegangenen Begegnungen nutzten die Scheubengrobsdorfer ihre konditionellen Vorteile aus.

Nur zögerlich versuchten unsere Gäste das Spiel noch zu drehen, mussten aber in der 87. Minute anerkennen, dass am heutigen Tage gegen spielerisch und kämpferisch überlegene Scheubengrobsdorfer kein Kraut gewachsen war, als Tom Holle nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Danny Luft mit dem 3:1 die Entscheidung herbeiführte. Nach dem Volleytor zum 1:0 durch Martin Gerold, dem Hackentreffer von Thomas Winefeld setzte in der 90. Minute Danny Luft mit einem gefühlvollen und schlitzohrigen Lupfer und dem dritten Traumtor des Tages den Schlusspunkt zu einem verdienten 4:1 Erfolg.

Da parallel der SV Rostz im zweiten Pokal-Halbfinale beim Kreisligisten Lok Altenburg zu einem 1:0 Erfolg kam, dürfen die Scheubengrobsdorfer nun am 21. Juni 2013 in Gössnitz gegen des SV Rositz im Pokalfinale antreten.

„Bis auf die ersten 15-20 Minuten nach der Pause haben wir das Spiel bestimmt und verdient gewonnen." urteilte Achim Posselt nach der Begegnung. Der Trainer fügte hinzu: „Tom Holle, Danny Unger und Philipp Helbig, vornehmlich in der ersten Hälfte, haben sich heute Bestnoten verdient. Über den Fehler von Christopher Wolf kann man bei solch einem Ergebnis großzügig hinwegsehen. Immerhin hat der erst 18 Jährige, der eigentlich noch A-Junioren halten könnte, bisher eine super Saison gespielt."

TSV Gera-Westvororte: Wolf - Heilmann, Dörlitz, Schneider, Helbig, Holle, Gerold (46. Nong-Hoang), Winefeld (78. Luft), Hoffmann, Gareis (85. Hinz), Unger

SV Eintracht Fockendorf: S. Kleinoth - S. Gerth, G. Kleinoth, Fiegl (90. Braun), G. Gerth, Hanke, Hillig, Fleischer, P. Gerth, C. Kleinoth (9. Schellenberg), Peters

Schiedsrichter: Thomas Schlicht (Rositz)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Gerold (38.), 1:1 G. Kleinoth (61.), 2:1 Winefeld (75.), 3:1 Holle (87.), 4:1 Luft (90.)

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