zurück

Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. 1. FC Lok Stendal
3 : 0

BSG Wismut Gera im Stadion am Steg zurück zu alten Tugenden
Vor 428 Zuschauern gelingt der Wismut-Elf gegen Stendal beim 3:0 der erste Saisonerfolg.

Jonas Struß im Zweikampf

Gera. Die Orange-Schwarzen können noch gewinnen. Nach neun Begegnungen ohne Dreier klappte es für die Geraer Wismut-Kicker diesmal mit dem ersten Erfolg. Vor 428 Zuschauern bei der Premiere im Stadion am Steg bezwang die Hänsel-Elf Aufsteiger 1. FC Lok Stendal im strömenden Regen mit 3:0.

„Wir haben heute eine super Leistung abgeliefert, durchweg äußerst diszipliniert agiert und mit enormem Siegeswillen die drei Punkte verbucht. Jetzt muss es weiter gehen. Wir haben keinen Grund, irgendetwas zu feiern. Das war aber erst der Anfang", sagte Trainer Carsten Hänsel. Sein Gegenüber Sven Körner (35) gratulierte Wismut zum verdienten Erfolg. „Die Geraer waren uns in allen Belangen überlegen. Wir konnten zu keiner Zeit an unsere bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. Ich habe viel Lethargie gesehen."
„Wir haben eine super Leistung abgeliefert. Das war aber erst der Anfang"" Carsten Hänsel

Auf dem extrem holprigen Untergrund versuchten die Geraer sofort, die Initiative zu ergreifen. Nach Börners Durchbruch, der neben Luck als zweite Sturmspitze aufgeboten war, war Stendals Keeper Giebichenstein zur Stelle (12.). Bei Enkelmanns Eingabe kam Luck gegen den mit dem Fuß klärenden Lok-Torwart einen Schritt zu spät (19.). Nach einer halben Stunde das 1:0. Börners scharfe Eingabe köpfte Söllner am langen Pfosten mit Hilfe der Lattenunterkante und Gäste-Kapitän Gebauer ein (30.). Den nächsten Tiefschlag mussten die Altmärker neun Minuten später hinnehmen. Nach einem Einwurf von Iereidis ins Gesicht von Geras Enkelmann sah der Stendaler Angreifer von Referee Nixdorf (Dresden) Rot (39.). Fast wäre Luck per Kopf nach dem anschließenden Söllner-Freistoß vor der Pause noch der zweite Treffer gelungen (40.).

Vor 428 Zuschauern gelingt der Wismut-Elf gegen Stendal beim 3:0 der erste Saisonerfolg.

Nach Wiederbeginn wurde der Regen stärker. Die große Ausgleichschance für die Gäste versiebte Buschke, der allein vor Vaizov verzog (49.). Auf der anderen Seite jubelten die Geraer Anhänger nach Lucks Kopfballtor noch vergebens. Der Wismut-Torjäger hatte im Abseits gestanden (50.). Fünf Minuten später ging alles mit rechten Dingen zu. Nach Söllners Eingabe per langem Bein schloss der baumlange Luck mit dem linken Fuß direkt ab und tunnelte Giebichenstein aus zwölf Metern zum 2:0 (55.). Die Wismut-Kicker machten kurz darauf den Sack zu. Der überragende Börner bediente Raßmann, der den Ball mit einem trockenen Schuss halbhoch ins rechte Eck jagte – 3:0 (59.). Als kurz darauf nach einer Notbremse gegen Börner mit Buschke auch noch ein zweiter Stendaler mit Rot vorzeitig zum Duschen musste (65.), waren alle Messen gelesen.

Die Gastgeber hätten in der Folge etwas für ihr Torverhältnis tun können. Enkelmanns Freistoß landete an der Latte. Luck verzog aus der Distanz und scheiterte per Kopfball-Aufsetzer. Der eingewechselte Pusch schoss nach Enkelmanns Rückpass am langen Pfosten vorbei. Durch den Erfolg gaben die Geraer de rote Laterne an Merseburg weiter und rückten selbst auf Platz 14 nach vorn.

Jens Lohse / 06.11.17

Für die Wismut spielten: Vaizov, Slawik, Struß, Müller, Enkelmann, Nolde, Raßmann, Söllner, Dräger, Luck (Puhan, 87. min), Börner (Pusch, 75. min), Seibt (82. min)

Impressionen rund um das Spiel |>|

LOK-TV Video zum Spiel |>|

Video - Söllners Tor |>|

Video - Pressekonferenz |>|