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Männer NOFV-Oberliga Süd

FSV Barleben 1911 vs. BSG Wismut Gera
2 : 2

Ausgleich in Schlussminute

„Auf Schneeboden und Kunstrasen war diese Begegnung eine komplette Lotterie", so Carsten Hänsel.

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Barleben. Viel hatten sich die Orange-Schwarzen für das Auswärtsspiel beim FSV Barleben 1911 vorgenommen. Dass es am Ende nach neunzig hart umkämpften Minuten ein 2:2 wurde, wäre im Vorfeld eher als Niederlage gewertet wurden. Nach dem Spielverlauf konnten die Wismut-Kicker den Punktgewinn auf fremdem Platz aber als Erfolg verbuchen. „Auf Schneeboden und Kunstrasen war diese Begegnung eine komplette Lotterie. Das hatte nichts mit Oberliga-Fußball zu tun. Das Unentschieden geht daher in Ordnung", so Wismut-Trainer Carsten Hänsel nach dem Abpfiff.

Der Geraer Coach hatte im Vergleich zum 0:3 in Kamenz drei Veränderungen vornehmen müssen. Timo Slawik kehrte nach überstandener Magen-Darm-Grippe auf die Linksverteidiger-Position zurück. Auf der anderen Seite agierte Florian Schubert, der den nach einem Mittelfußbruch schon operierten Jonas Struß ersetzte. Das Tor hütete Routinier Alexander Just, nachdem Sabri Vaizov vom Vorstand vom Spielbetrieb der Oberliga-Mannschaft suspendiert wurde und stattdessen bei der Reserve in Altenburg zwischen den Pfosten stand.

"„Auf Schneeboden und Kunstrasen war diese Begegnung eine komplette Lotterie"" Carsten Hänsel

Auf einer fünf Zentimeter hohen Schneedecke wurde die Partie angepfiffen. Keine Linie war zu sehen. Das taktische Konzept der Geraer war damit schon vor Spielbeginn total über den Haufen geworfen. Die äußerst schwierigen äußeren Bedingungen führten dazu, dass praktisch nur auf lange Bälle gesetzt werden konnte und es darum ging, die anschließenden Zweikämpfe zu gewinnen. Den nicht so spielstarken Gastgeber aus dem Magdeburger Norden kam das Prozedere entgegen.

Statt dessen war die Wismut-Elf vieler ihrer fußballerischen Mittel beraubt. Dennoch gingen die Geraer in Führung. Chris Söllner setzte sich geschickt auf der Außenbahn durch, zog nach innen und hob das Leder technisch gekonnt über Barlebens Torwart Alexis Lenhard hinweg zum 0:1 ins Netz (16.). Die Hänsel-Elf verpasste es, den zweiten Treffer nachzulegen. Gelegenheiten dazu gab es allenfalls im Ansatz. Nach Wiederbeginn warfen die Bördeländer ihre kämpferischen Qualitäten in die Waagschale. Der Druck des Gastgebers wuchs. Mit der Einwechslung von Denis Neumann kam frischer Wind ins FSV-Spiel. Der Barleber Torjäger war es auch, der Mitte der zweiten Halbzeit das hochverdiente 1:1 erzielte. Nach einer Flanke von Franz Zimmer traf der Angreifer am zweiten Pfosten per Direktabnahme zum Ausgleich (67.).

Wismut wackelte. Barleben nahm den Schwung mit und wusch scharf nach. Nach einer Missverständnis zwischen Kapitän Frank Müller und Torwart Alexander Just war Christopher Kalkutschke zur Stelle und bestrafte den Fauxpas mit dem 2:1 (85.). Die Geraer schüttelten sich kurz und warfen alles nach vorn. In der Schlussminute wurden sie für ihre Bemühungen belohnt. Nach einer Flanke von Stefan Raßmann war Andreas Luck zur Stelle und erzielte per Kopf seinen siebenten Saisontreffer zum 2:2-Endstand (90.).

Am Sonntag empfangen die Wismut-Kicker, die nach dem Erfolg des VfB Krieschow gegen Merseburg wieder auf Platz 15 zurückgefallen sind, am Steg die SG Union Sandersdorf, die mit der Empfehlung eines 5:0-Kantersiegs gegen den Tabellenzweiten VFC Plauen anreist. Dann muss unbedingt gewonnen werden, um die Hinrunde wenigstens noch etwas versöhnlich abzuschließen.

Jens Lohse / 04.12.17