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Männer NOFV-Oberliga Süd

FC Carl Zeiss Jena II vs. BSG Wismut Gera
4 : 1

Ungeschöagenserie reißt im Paradies
Ersatzgeschwächte Wismut-Elf kassiert erste Rückrundenniederlage

Gut 48 Stunden nach dem kräfteraubenden 4:3-Erfolg beim FC Einheit Rudolstadt musste die Geraer Wismut-Elf bereits wieder um Oberliga-Punkte ran und kassierte beim neuen Tabellendritten FC Carl Zeiss Jena II eine zu hoch ausgefallene 1:4-Niederlage. Die Serie von sieben ungeschlagenen Partien in der Rückrunde riss damit.

Auch ohne die gesperrten Weis und Dräger sowie den verletzten Romario - für den Albaner ist die Saison nach einem Außenbandriss im Knie beendet - spielten die Geraer eine starke erste Halbzeit. Sie besaßen auch die erste Großchance. Nach Enkelmanns Eingabe scheiterte Luck per Direktabnahme aus 8 m Torentfernung an Zeiss-Keeper Sadlowski (18.). Wismut verengte klug die Räume. Jena immer dann gefährlich, wenn Giebel auf der rechten Seite zum Flankenlauf ansetzen konnte. Einen 18 m-Schlenzer von Dietz meisterte Geras Schlussmann Just mit einer Fugeinlage (30.).

Vor der Halbzeit erhöhte Jena den Druck. Das 1:0 fiel dennoch aus heiterem Himmel, als Grzega auf der rechten Seite nach einer bereits abgewehrten Ecke zu viel Platz hatte, und nach einem Seitenwechsel zu ihm mit vollem Risiko auf kurze Eck zielte, wo der Ball flach einschlug (41.).


Wismut-Innenverteidiger Paul blieb wie schon in Rudolstadt wegen Adduktorenproblemen in der Kabine. Puhan rückte ins Abwehrzentrum und der eingewechselte Slawik spielte Sechser. Die erste Gelegenheit besaßen wieder die Geraer. Nach Roys Eingabe konnte Torjäger Luck seinen Kopfball unter Bedrängnis aber nicht richtig platzieren (47.). Nach Schuberts weiter Flanke zögerte wiederum Luck etwas zu lange und wurde geblockt (51.).

Auf der anderen Seite klärte Just gegen Rühlings Schrägschuss (52.). Zu leicht fiel dann aber das 2:0 der Zeissianer. Grzega und Fiedler spielten sich fast ohne Gegenwehr auf der linken Seite durch und Grzega vollendete an den Innenpfosten (60.).

Geras Trainer Frank Müller nahm daraufhin auch noch Börner und Katzenberger aus der Partie und brachte Seibt und Pusch. Kräfte schonen vor der Sonnabend-Begegnung gegen Askania Bernburg war angesagt. Jena so mit weiteren Chancen. Kretzer (63.) und der eingewechselte Bock (68.) brachten ihre Kopfbälle nicht im Just-Kasten unter.

Jäpel traf am zweiten Pfosten nach einer Maßflanke per Kopf nur die Latte (73.). Aus dem Nichts gelang Wismut der Anschlusstreffer. Pusch traute sich etwas zu und zog unvermittelt aus 23 m ab. Seinen Aufsetzer schlug unhaltbar im linken Eck ein - 2:1 (75.).


Jena schlug zurück. Als Giebel im Strafraum gefoult wurde, entschied Referee Schlömann (Stollberg) strittig auf Elfmeter, den Schmidt sicher zum 3:1 verwandelte (79.). In der Nachspielzeit sorgte Grzega mit seinem dritten Tor des Tages für den 4:1-Endstand (90.+1).


Jens Lohse / 25.04.18

Foto: Danny Neidel
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