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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. Bischofswerdaer FV 08
2 : 1

Wismut besiegt Spitzenreiter
Börner und Schubert treffen zum wichtigen Dreier



Jubelstimmung im Stadion am Steg. Vor 312 Zuschauern bringt die BSG Wismut Gera dem Spitzenreiter und designierten Regionalliga-Aufsteiger aus Bischofswerda die zweite Saisonniederlage bei. Der 2:1-Erfolg ist hochverdient. Während die Gäste-Serie nach sieben Rückrundensiegen in Folge reißt, bleibt die Müller-Elf in der Rückrunde weiter unbezwungen.

„Wir sind als krasser Außenseiter in die Partie gegangen, wobei der Tabellenplatz das derzeitige Leistungsvermögen unserer Mannschaft nicht widerspiegelt. Wir haben mit Herz und Leidenschaft agiert, die Tore stets zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Unsere Taktik ist perfekt aufgegangen", so Wismut-Trainer Frank Müller. „So kann man sich nicht präsentieren. Wismut hat wie ein Aufsteiger, wir wie ein Absteiger gespielt. Das wird Konsequenzen haben. Gera hat verdient gewonnen", urteilte Gästecoach Erik Schmidt und ließ sein Team eilig in die Kabine stürmend im Mannschaftskreis allein auf dem Platz zurück.


Wismut-Trainer Frank Müller hatte seine Offensivspieler Schubert und Enkelmann erst einmal auf der Bank. gelassen. Der ins Team gerückte Börner sollte auf der rechten Seite für Schwung sorgen und gab das Vertrauen bereits in der Anfangsphase zurück. Romario hatte sich auf der linken Seite zur Grundlinie abgesetzt und scharf nach innen gepasst, wo der Ex-Zwickauer lauerte und mit der rechten Innenseite ins linke Eck einschob – 1:0 (6.). 

Bischofswerda zeigte sich doch etwas beeindruckt vom Engagement des Gastgebers, der dem Tabellenführer so gar keinen Respekt entgegenzubringen schien. Die Ostsachsen versuchten mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, was sich auf dem holprigen Untergrund als schwierig erwies. Die Wismut-Innenverteidiger Paul und Nolde überzeugten nicht nur mit ihrer Zweikampf- und Kopfballstärke sondern auch mit dem taktischen Mittel, die FV-Angreifer immer wieder ins Abseits zu stellen.

Wismut verengte klug die Räume, wodurch Bischofswerda kaum zu klaren Möglichkeiten kam. 
Nach einer schönen Kombination auf der linken Seite bediente Zille per Rückpass den eingelaufenen Beckert, der allerdings das lange Eck verfehlte (23.). Geras Torwart Just, der weiterhin den am Mittelfuß verletzten, aber wieder auf der Bank sitzenden Vaizov im Tor vertrat, brauchte nur bei Zuljevics nicht gerade platziertem 23 m-Freistoß mit beiden Fäusten eingreifen (30.). 

Nach Wiederbeginn riskierte Bischofswerda etwas mehr. Einen Flachschuss des eingewechselten Hänsch parierte Just sicher (55.). Der Druck der Gäste wuchs. Wismut konnte sich nur noch mit langen Bällen befreien, die postwendend wieder zurückkamen und den nächsten Angriff der Schmidt-Elf nach sich zogen. Erst die Hereinnahme von Schubert und Enkelmann sorgte für neuen Schwung. Eine Viertelstunde im Spiel besorgte Schubert nach Zuspiel von Luck mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze das 2:0 (72.).

Während Just auf der anderen Seite gegen den noch im Hinspiel doppelt erfolgreichen Bischofswerdaer Torjäger Zille parierte (73.), ergaben sich für die Geraer nun immer größere Konterräume. So scheiterte Spielmacher Weis an FV-Torwart Reißig (75.), der kurz darauf auch Lucks Flachschuss aus dem rechten Eck kratzte (86.). Bischofswerda gab sich nicht auf. Just angelte sich am kurzen Pfosten eine gefährliche Hänsch-Eingabe (88.), war dann aber bei Meinels Schuss unter die Latte machtlos – 2:1 (90.).

Die dreiminütige Nachspielzeit überstanden die Geraer dann ohne großes Zittern. Weil aber auch die Mitkonkurrenten Krieschow und Schott Jena Dreier verbuchten, verbleibt die Wismut-Elf auf Platz 13.

Am Mittwoch 18 Uhr empfängt Gera im nächsten Nachholspiel den VFC Plauen. Ob im Stadion der Freundschaft oder im Stadion am Steg gespielt wird, entscheiden Verband, Polizei und Verein erst heute. 


Jens Lohse / 16.04.18
Fotos: Danny Neidel
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