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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. SG Union Sandersdorf 1911
1 : 0

Wismut beweist Kampfgeist, Laufbereitschaft, Willensstärke
Freistoß von Routinier Carsten Weis beschert Auftakt-Dreier


„Es ist nicht wichtig, zum Saisonstart tollen Fußball zu spielen. Da sind andere Tugenden gefragt wie Kampfgeist, Laufbereitschaft, Willensstärke. Das hatten wir verinnerlicht. Alles basiert darauf, dass hinten die Null steht. Drei Punkte sind natürlich ein sensationeller Auftakt", äußerte sich Wismut-Trainer Frank Müller nach dem 1:0-Erfolg seiner Orange-Schwarzen zum Saisonauftakt gegen Union Sandersdorf.

Beim Abpfiff von Referee Daniel Kresin aus Leipzig spürten die 342 Zuschauer förmlich, welch großer Stein dem Coach vom Herzen gefallen war. Sein Gegenüber Thomas Sawetzki war mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden und haderte: „Für uns ist das eine bittere Niederlage. Wir hatten mehr Ballbesitz als die Geraer, haben viel Aufwand betrieben, der aber umsonst war. Letztlich war der Gegner einfach effektiver."

In den letzten drei Spielzeiten war es den Wismut-Kickern nicht gelungen, das Auftaktspiel für sich zu entscheiden. Mit dem Wissen darum, begann der Gastgeber vorsichtig. Trainer Frank Müller musste auf den im Urlaub befindlichen Angreifer Jegor Jagupov verzichten. Sandersdorf diktierte zunächst die Partie, ohne wirkliche Torgefahr zu erzeugen.

Union-Torjäger Timo Breitkopf zerrte an den Ketten, versuchte sich mehrfach aus der Distanz, ohne das richtige Zielwasser getrunken zu haben.Wismut tat sich schwer, zweite Bälle zu gewinnen. Viele Fehlabspiele im Spielaufbau sorgten für Unruhe. Erst Mitte der ersten Hälfte bekamen die Geraer mehr Struktur in ihr Spiel, wodurch sich Gelegenheiten ergaben.

Nach einer Ecke von Chris Söllner verzog der aufgerückte Dmitrij Puhan am langen Pfosten (28.). Die sichere Führung hatte dann der unermüdlich rackernde Marco Pusch auf dem Fuß. Nach einem Zuspiel von Christopher Lehmann lief der Ex-Rudolstädter allein auf Keeper Tom Hermann zu und vergab (35.).

Auf der anderen Seite hätte es fünf Minuten später klingeln können. Nach einem Ballverlust an der Mittellinie starteten die Sandersdorfer zum Konter, doch rettete Wismut-Schlussmann Jacob Mühlmann gegen den durchgebrochenen Max Hermann (40.). Torlos ging es in die Kabine.



Auch nach Wiederbeginn scheuten beide Mannschaften das letzte Risiko. Nach einer Stunde gingen die Hausherren in Führung. Einen Freistoß aus halbrechter Position wollte Carsten Weis vors Tor schlagen. Während Union-Torwart Tom Hermann auf eine Eingabe spekulierte, flatterte der Ball in Richtung langes Eck und zappelte im Netz. „Gewollt war das nicht. Aber drin ist drin", meinte der Geraer Routinier.

Der Gastgeber brachte mit Raphael Börner und Philipp Katzenberger frische Kräfte. Man lauerte auf Konter. Als Florian Schubert Angreifer Christopher Lehmann bediente, rechnete er nicht mit dessen Uneigennützigkeit. Das Abspiel verpassten Florian Schubert und auch Raphael Börner nur um Zentimeter (65.).

Sandersdorf fiel gegen die kompakte Wismut-Defensive nicht viel ein. Nur einmal brannte es lichterloh vor dem Kasten, als nach einem verlorenen Zweikampf von Carsten Weis der fehlerfreie Keeper Jacob Mühlmann abermals gegen Max Hermann zur Ecke klärte (76.).

Alle Sandersdorfer Bemühungen um den Ausgleich versandeten frühzeitig. Der Gastgeber war dem zweiten Tor näher. Christopher Lehmann scheiterte aber nach Zuspiel von Carsten Weis am Union-Torwart (86.), der einen Weis-Freistoß später erst im Nachfassen unter Kontrolle brachte (88.). Stefan Raßmann konnte das Leder in der Nachspielzeit aus 40 Metern Torentfernung nicht im Kasten unterbringen (90.+3).

Unterm Strich zählten die drei Punkte, die Wismut nun am nächsten Sonnabend beruhigt nach Krieschow zum Duell zweier 1:0-Sieger des ersten Spieltags fahren lässt.



OTZ / Jens Lohse / 06.08.18
Foto: Danny Neidel
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