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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. FC Inter Leipzig
0 : 0

BSG Wismut Gera erringt 0:0 gegen Inter Leipzig
Nicolas Kriebel hät Punkt fest in der Hand

Nach zwei Niederlagen in Folge hat Fußball-Oberligist BSG Wismut Gera wieder einen Zähler ergattert. Dem Tabellenvierten FC International Leipzig trotzten die Hausherren ein torloses Unentschieden ab.

Garant für den Punktgewinn war Torwart Nicolas Kriebel. Nach seiner guten Leistung im Pokal gegen Wacker Nordhausen in der Vorwoche hatte Trainer Frank Müller den 19-Jährigen im Tor belassen. Der Youngster zahlte das Vertrauen eindrucksvoll zurück.

„In den wichtigen Situationen habe ich mich nur auf mich konzentriert. Um diese Bälle zu halten, gehört sicherlich auch immer etwas Glück dazu. Heute hatte ich zweimal den richtigen Riecher. Den Punkt gegen einen starken Gegner haben wir uns verdient", meinte Nicolas Kriebel, der in der letzten Saison noch für die Regionalliga-A-Junioren des FSV Zwickau aufgelaufen war.

Für die 284 Zuschauer im Stadion am Steg waren die 90 Minuten fußballerisch recht schwere Kost. Die Leipziger diktierten die Partie, starben aber in Schönheit und konnten sich nicht allzu viele hochkarätige Möglichkeiten erarbeiten. Wismut war darauf bedacht, grobe Fehler im Spielaufbau zu vermeiden.

Eigene Konter startete man vor der Pause nur einen. Nach Chris Söllners Eingabe traf aber Christopher Lehmann in zentraler Position den Ball nicht richtig. Mehr ergab sich nicht, weil die eroberten Bälle immer wieder sehr früh wieder verloren gingen.

Auf der anderen Seite war Inter torgefährlicher. Besonders der Spanier Adrian Perez Bravo zerrte an den Ketten und mühte sich, seinen fünften Saisontreffer zu erzielen. Als er einen Fehlpass von Marcel Nolde vor dem Geraer Strafraum abfing, schnappte er sich das Leder mit dem Rücken zum Tor stehend und zog mit dem dritten Ballkontakt unvermittelt aus 25 m ab, wobei der Aufsetzer sein Ziel nur haarscharf verfehlte (24.).



Noch größer seine Gelegenheiten kurz vor der Pause, als die Ordnung bei den Hausherren verloren gegangen war. Erst tauchte Adrian Perez Bravo allein vor Nicolas Kriebel auf, der ihm aber den Schneid abkaufte (43.).

Keine 60 Sekunden später gab es das zweite Duell der beiden, nachdem der Spanier das Laufduell gegen Joseph Gröschke für sich entschieden hatte. Doch diesmal traf Adrian Perez Bravo nur den Pfosten. Den Abpraller klärte dann Dmitrij Puhan in höchster Not (44.).

Nach der Pause stand Wismut besser. Die Leipziger besaßen zwar weiterhin optische Vorteile, kamen aber nicht mehr zielstrebig zum Abschluss. Die Gastgeber wurden mit zunehmender Spielzeit mutiger. Dmitrij Puhan traf das Leder per Kopf nach einer abgefälschten Weis-Ecke nicht richtig (60.).

Ähnlich erging es dem eingewechselten Maximilian Christ nach einem Grundliniendurchbruch von Jegor Jagupov (69.). Kurz darauf geriet ein Kopfball-Rückpass der Gäste zu kurz. Jegor Jagupov fehlte gegen Torwart Dimitris Kyriatzis nur ein halber Meter (75.). Die beste Wismut-Chance der gesamten Partie bot sich dann Carsten Weis, der nach einer Flanke von Julius Grabs und der Ablage von Maximilian Christ in zentraler Position den Ball nicht richtig traf (85.).

Fast hätten die Geraer doch noch mit leeren Händen dagestanden. Nach einem Pass in die Tiefe tauchte Leipzig Marcelo Henrique Franceschi allein vor Nicolas Kriebel auf, der den Schuss aufs kurze Eck aber mit einem Feflex noch über die Latte lenkte (90.).

„Gegen einen starken Gegner, der fußballerisch wohl am stärksten in der Oberliga ist, haben wir hinten gut gestanden und uns den einen Punkt verdient. Im Spiel nach vorn hatten wir freilich Reserven", urteilte Wismut-Trainer Frank Müller nach dem Abpfiff.

Sein Gegenüber Heiner Backhaus ärgerte sich über das 0:0 „Wenn wir so weiterspielen, werden wir am Ende Siebter, obwohl wir den besten Fußball spielen. Wir sterben in Schönheit. Das ist momentan unser großes Manko."


Jens Lohse / 17.09.18
Foto: Danny Neidel
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