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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. SV Blau-Weiß Zorbau
1 : 1

Wismut kann nicht mehr gewinnen
Auch gegen Aufsteiger Zorbau kommt Gera nicht über ein 1:1 hinaus

Wieder wurde es am Steg vor 304 Besuchern nichts mit dem dritten Saisonerfolg. Gegen Schlusslicht Blau-Weiß Zorbau kamen die BSG Wismut Gera nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden hinaus. „Einfach nur schlecht", meinte Geras Kapitän Robert Paul nach dem Abpfiff. Von enttäuschten Zuschauern war einhellig zu hören: „Mit Oberliga-Fußball hat das derzeit nichts zu tun."

Und so passte es zum Spiel, dass der zuvor per verwandeltem Foulelfmeter zum 1:1 ausgleichende Carsten Weis in der Nachspielzeit wegen Foulspiels Gelb-Rot sah, nachdem er zuvor wegen wiederholten Reklamierens schon verwarnt war. Damit fehlt der Spielgestalter am morgigen Sonnabend in Rudolstadt.

Wismut hatte engagiert begonnen. Doch gute Torchancen von Maximilian Christl (4.), Marcel Nolde (11.) sowie Christopher Lehmann und Marco Pusch (12.) brachten nichts Zählbares ein. Stattdessen gingen die sehr defensiv eingestellten Zorbauer in Führung. Einen schulbuchmäßigen Konter schloss Arno Dwars mit der Innenseite ins lange Eck ab (14.).

Die Zahl der einfachen Ballverluste wuchs. Nach einem Weis-Freistoß verfehlte ein Kopfball des aufgerückten Joseph Gröschke sein Ziel nur knapp (25.). Aus dem Spiel heraus konnten sich die Hausherren kaum klare Torchancen erarbeiten.

Erst kurz vor der Pause war man nochmals dem Ausgleich nahe. Zweimal lag Zorbaus Torwart Dennis Dickmann bei Schüssen von Marcel Nolde und Carsten Weis waagerecht in der Luft und parierte stark (44.). Der Kopfball von Joseph Gröschke nach einer Christl-Flanke wurde geblockt (45.).



Philipp Katzenberger für Dmitrij Puhan und Julius Grabs für Marcel Nolde sollten die Offensive nach der Pause beleben. Per Elfmeter kam Wismut zum schnellen Ausgleich. Nach einer abgewehrten Ecke warf sich Timo Slawik entschlossen mit dem Kopf in den zweiten Ball und wurde von Zorbaus Khemgin Solivani mit hohem Bein getroffen. Den fälligen Strafstoß verwertete Carsten Weis mit Gewalt durch die Mitte – 1:1 (52.).

Wer nun mit einem Geraer Sturmlauf gerechnet hatte, der sah sich getäuscht. Trotz zahlreicher Ecken und Freistöße gab es keine zwingenden Abschlüsse. Da waren die Gäste bei Marcel Kießlings Kopfball-Aufsetzer knapp am Kasten vorbei dem zweiten Tor sogar näher (68.).

Erst in der Schlussphase drängten die Geraer nochmals. Glück hatte Zorbau, dass Andy Haupts Handspiel auf der Strafraumlinie ungeahndet blieb (85.). Dann klärte Michael Lerchl per Flugkopfball vor Robert Paul (87.), ehe Carsten Weis nach einem Zuspiel von Christopher Lehmann bei seinem 18-Meter-Schuss den Ball nicht richtig traf (90.).

Während Wismut-Trainer Frank Müller kommentarlos in der Kabine verschwand, freute sich Zorbaus Coach Maik Kunze über den Teilerfolg. „ Wir haben drei Viertel des Spielfelds preisgegeben, standen sehr tief. Der Konter zum 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Die Feldüberlegenheit von Wismut hat uns nicht wehgetan. Wir haben kaum Chancen zugelassen. Jetzt müssen wir uns reinbeißen in die Oberliga."

Das werden die Geraer auch tun müssen.



Bericht: Jens Lohse / OTZ / 05.10.2018
Foto: Danny Neidel
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