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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. VfL Halle 96
3 : 3

Wismut Gera gegen Halle - Offensivfeuerwerk am Steg
Wismut holt drei Mal Rückstand auf und damit einen Punkt

Waren die meisten Wismut-Heimspiele in dieser Saison eher schwere Kost, wurde es den 206 Besuchern am Steg gegen den VfL Halle 96 zu keiner Zeit langweilig.

Das  versprochene Offensivfeuerwerk brannten die Orange-Schwarzen ab. Sechs Tore fielen, wobei noch einige mehr möglich gewesen wären, hätten die Geraer ihre Chancen besser genutzt. So stand unterm Strich ein 3:3-Unentschieden zu Buche, das deshalb so wertvoll war, weil die Geraer nach dreimaligem Rückstand immer wieder zurückkamen.

„Wir hätten gern gewonnen. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber diese Liga ist enorm ausgeglichen. Das Spiel glich einer Berg- und Talfahrt. In der Offensive haben wir viel investiert, waren dadurch aber auch hinten sehr anfällig. Da hat etwas die Balance gefehlt. Deshalb geht das Unentschieden auch in Ordnung", äußerte sich Wismut-Trainer Frank Müller.

Das Spiel glich einer Berg- und Talfahrt Der Gastgeber war enorm angriffsorientiert aufgestellt. Zu den drei Stürmern Chris Söllner, Christopher Lehmann und Raimison Draition dos Santos gesellten sich mit Jegor Jagupov auf der rechten Außenbahn und Carsten Weis als einem der beiden Sechser weitere Offensivkräfte.

Nachdem Jegor Jagupov aus der Distanz (10.) und Christopher Lehmann per Direktschuss nach einem weiten Einwurf (16.) erste Gelegenheiten besaßen, fanden die Hallenser besser in die Begegnung. Ein erster Flachschuss von Max Worbs strich noch am Kriebel-Kasten vorbei, ehe es der VfL-Antreiber kurz darauf besser machte und sein Fernschuss im Geraer Gehäuse einschlug - 0:1 (22.).

Wismut schüttelte sich kurz. Gefährliche Grundliniendurchbrüche gab es einige, doch waren entweder die Eingaben nicht präzise genug oder es fehlte im Zetrum die letzte Entschlossenheit im Abschluss.



Dennoch fiel das 1:1. Nach einem weiten Gröschke-Einwurf schien die Situation schon geklärt. Jegor Jagupov kam nochmals an den Ball, scheiterte aus spitzem Winkel an Halles Keeper Nicholas Waite. Den Abpraller drückte Chris Söllner am zweiten Pfosten über die Linie (37.). Die Orange-Schwarzen blieben am Drücker. Nach einem Musterpass von Carsten Weis aus der eigenen Hälfte schoss Jegor Jagupov aber freistehend vorbei (42.).

Auch nach Wiederbeginn ließen die Hausherren nicht nach, wurden allerdings abermals kalt erwischt. Nach einer Eingabe von Johann Kowalewicz war wieder Max Worbs per Flugkopfball zur Stelle - 1:2 (49.). Wismut stürmte weiter, war hinten aber recht ungeordnet. Torwart Nicolas Kriebel parierte gegen den durchgebrochenen Tommy Kind per Fußabwehr und hielt seine Mannschaft so im Spiel (51.).

Auf der anderen Seite ergaben sich Chancen im Minutentakt. Aber Christopher Lehmann und Jegor Jagupov vergaben. Den sicheren Ausgleich hatte der Brasilianer dos Santos vor Augen. Nach einem Stellungsfehler von Halles Tommy Barth stand er allein vor dem VfL-Kasten und hob den Ball über das Tor (69.).

Die Geraer glaubten weiter an sich. Nach einer Kopfballverlängerung von dos Santos sah Jegor Jagupov den besser postierten Christopher Lehmann, der nur noch einzuschieben brauchte - 2:2 (71.). Der Torschütze war wenig später der Pechvogel im eigenen Strafraum, als er einen Schuss von Florian Hilprecht an die Hand bekam. Schiedsrichter Benjamin Seidl (Langenbernsdorf) zeigte auf den Elfmeterpunkt und Tommy Kind verwandelte den Strafstoß, obwohl Nicolas Kriebel noch am Ball war - 2:3 (80.).

Noch einmal hatte der Gastgeber die passende Antwort parat. VfL-Innenverteidiger Arnold Schunke brachte den durchgebrochenen Jegor Jagupov im Strafraum zu Fall, was ebenfalls einen Elfmeter nach sich zog. Raimison Draiton dos Santos schnappte sich das Leder und verwandelte eiskalt ins rechte Eck - 3:3 (88.). Mit acht Punkten aus den letzten vier Partien fahren die Geraer am Sonnabend zur BSG Chemie Leipzig.



Bericht: Jens Lohse / OTZ / 26.11.2018
Foto: Danny Neidel
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