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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. VfB 1921 Krieschow
4 : 1

Zweiter Heimsieg
Wismut Gera besiegt den VfB Krieschow nach schwachem Beginn und großem Kampf mit 4:1

„Das war eine Berg- und Talfahrt, die wir heute hingelegt haben. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Der gehaltene Elfmeter war der Wendepunkt im Spiel. Dann waren wir drin im Spiel. Letztlich war es eine tolle Mannschaftsleistung. Wir haben das gezeigt, was einen Verein in schwierigen Zeiten ausmachen sollte, wir haben zusammengehalten. Daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen", sagte Wismut-Trainer Frank Müller nach dem 4:1-Heimerfolg gegen den VfB 1921 Krieschow.

Das war nicht nur der zweite Sieg am Steg, sondern auch der höchste Saisonsieg überhaupt. Mit seinen Worten kritisierte Müller neben dem uneinigen Vorstand und dessen Informationspolitik auch einen Teil der Fans, die kurz vor Abpfiff „Hey, wir sind pleite!" und „Oberliga war schön. Zeit für uns zu geh‘n" sangen.

Für den 1. März hat der Vorstand zu einer Mitglieder-Aussprache eingeladen. Die richtungsweisende Mitgliederversammlung ist für den 29. März anberaumt.

Die meisten der 203 Zuschauer waren wegen des Fußballs gekommen. Die Geraer verschliefen die Anfangsphase völlig. Schon nach vier Minuten lief Wismut einem Rückstand hinter. Nach einem weiten Einwurf stand Krieschows Tim Richter am langen Pfosten völlig allein und vollendete ins lange Eck - 0:1.

Die Niederlausitzer blieben am Drücker. Martin Dahm und Tim Richter hätten erhöhen können. Martin Dahm war auf der rechten Seite von Philipp Katzenberger kaum zu halten. Romano Lindner, Sven Konzack und Kevin Karow schirmten die nach vorn gespielten Bälle so geschickt ab, dass die Hausherren immer wieder auf der Hut sein mussten.



Als Robert Paul Gegenspieler Romano Lindner unfair am Torschuss hinderte, zeigte der schwache Plauener Referee Tim Ziegler zurecht auf den Elfmeterpunkt. Doch Wismut-Schlussmann Nicolas Kriebel meisterte den Schuss von Philipp Knapczyk glänzend und weckte sein Team damit auf (24.).

Trotzdem konnte man sich im weiteren Verlauf keine klaren Torchance erarbeiten. Fast aus dem Nichts fiel der 1:1-Ausgleich. Einen weiten Katzenberger-Freistoß köpfte Christopher Lehmann in die Mitte, wo Robert Paul ohne Mühe vollendete (39.). Jegor Jagupov aus spitzem Winkel (41.) und der Brasilianer dos Santos per Kopf (45.) hätten den Gastgeber noch vor der Pause in Führung bringen können.

Nach Wiederbeginn mühten sich beide Mannschaften weiter, die Begegnung für sich zu entscheiden. Das nächste Tor erzielten die Geraer. Stefan Raßmann hatte aus der Distanz abgezogen. Den eigentlich harmlosen Ball ließ Gäste-Torwart Fritz Pflug abklatschen. Christopher Lehmann war zur Stelle und erzielte im Nachsetzen seinen sechsten Saisontreffer - 2:1 (60.).

In der Folge entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Großchancen hüben wie drüben. Jegor Jagupov war bei zwei guten Möglichkeiten kein Treffer vergönnt. Auch Stefan Raßmann und dem eingewechselten Marco Pusch gelang dies nicht. Auf der anderen Seite konnte der sonst nicht immer sichere Nicolas Kriebel großartig gegen Martin Dahm (67.) und Florian Schmidt (79.) klären.

Im Gegenzug fiel die Vorentscheidung. Nach Christopher Lehmanns Alleingang konnte Fritz Pflug den Ball wiederum nicht festhalten, was Raimison Draiton dos Santos zum 3:1 nutzte (80.). Der Brasilianer war dann kurz vor Schluss nochmals erfolgreich. Nach einer Raßmann-Flanke traf er im Nachschuss zum 4:1 (89.).



Bericht und Foto: Jens Lohse / OTZ / 25.02.2019

Fototext: Wismut-Trainer Frank Müller, Christopher Lehmann, Jegor Jagupov und Marco Pusch (von rechts feiern den Geraer 4:1-Heimerfolg gegen den VfB 1921 Krieschow