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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. FC Eilenburg
2 : 5

2:0-Führung zu schnell verspielt
Wismut Gera kassiert gegen Eilenburg vierte Niederlage in Folge

Zwei so frühe Tore waren den Geraer Wismut-Kickern in dieser Saison im Stadion am Steg noch nicht gelungen. Aber am Ende reichte auch eine 2:0-Führung nicht, um die Punkte vor nur noch 180 Zuschauern in der Elsterstadt zu behalten. Mit 2:5 gingen die Orange-Schwarzen gegen den bisherigen Tabellenfünften FC Eilenburg unter.

Der Gastgeber hatte gut begonnen. Erstmals mit A-Junior Jonas Scherzer in der Startaufstellung, dafür ohne den verhinderten Kapitän Robert Paul erwischten die Geraer einen vielversprechenden Start. Eine Söllner-Eingabe brachte Jegor Jagupov nicht richtig unter Kontrolle.

Gleiches passierte dem Angreifer nach einem langen Puhan-Pass. Dmitrij Puhan seinerseits schoss nach einem Freistoß übers Gebälk. Die Führung fiel dann auch folgerichtig. Nach Marcel Noldes weitem Pass beförderte Jegor Jagupov den Ball in die Mitte. Dort patzte Gäste-Verteidiger Jonas Vetterlein, so dass Christopher Lehmann im Zentrum keine Mühe hatte, seinen siebenten Saisontreffer zu erzielen - 1:0 (9.).

Mit etwas Glück legte Wismut nach. Eine Ecke von Chris Söllner verlängerte Jegor Jagupov mit dem Kopf. Marcel Nolde stand goldrichtig, so dass der Ball von seinem Fuß ins lange Eck rollte - 2:0 (16.). Die Eilenburger hatten bis dahin zwar gefällig agiert, aber auch jegliche Zielstrebigkeit im Abschluss vermissen lassen.

Nach einem Söllner-Freistoß war so Dmitrij Puhan sogar dem dritten Treffer nahe (20.). Doch die Gäste meldeten sich zurück. Bei einem langen Ball hatte Benjamin Luis im Zentrum viel zu viel Platz, so dass er die Kopfballablage von Dennis Kummer von der Strafraumgrenze mit dem rechten Außenrist ins linke Eck befördern konnte - 2:1 (23.).



Chris Söllner per Freistoß aufs kurze Eck (26.) und Jegor Jagupov bei seinem Schuss ans Außennetz (31.) hätten den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen können. Doch es kam anders. Ein langer Diagonalpass von Jonas Vetterlein sah die Wismut-Abwehr nicht im Bilde, was Alexandros Dimespyra eiskalt mit dem 2:2 bestrafte (37.).

Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Bei einer Flanke griff Keeper Jacob Mühlmann daneben. Dahinter bedankte sich Dennis Kummer mit dem 2:3 (42.). Zwei Ausgleichschancen vor der Pause besaßen die Geraer noch. Nach Vorarbeit von Jonas Scherzer fand aber Jegor Jagupov in FCE-Torwart Andreas Naumann seinen Meister (45.), der kurz darauf durch Philipp Sauer Verstärkung erhielt. Der Eilenburger Verteidiger schlug den Kopfball von Christopher Lehmann nach einer Ecke von der Torlinie.

Gleich nach Wiederbeginn der nächste Rückschlag für Wismut. Marcel Nolde verschätzte sich bei einem weiten Pass. Jacob Mühlmann kam im Herauslaufen zu spät und Dennis Kummer brauchte nur noch einzuschieben - 2:4 (51.). „Drei Gegentore nach langen Bällen - das ist der Wahnsinn!", haderte Trainer Frank Müller.

Die Geraer gaben sich nicht auf. Marco Pusch per Direktabnahme, Josef Gröschke per Kopf und Jegor Jagupov per Volleyschuss aus 8 m besaßen gute Möglichkeiten zu verkürzen. In der Schlussphase öffneten die Hausherren ihre Abwehr. Zweimal konnte Jacob Mühlmann gut reagieren, ehe er in der zweiten Minute der Nachspielzeit bei Fabian Döbelts Heber zum 2:5-Endstand machtlos war (90.+2).

Nach der vierten Niederlage hintereinander kommt die Abstiegslinie immer näher. Besonders schlimm ist die Heimbilanz mit erst zwei Siegen nach elf Partien. Am Sonnabend gegen Ludwigsfelde besteht die Chance, die Ausbeute zu verbessern.


Bericht: Jens Lohse / OTZ / 01.04.2019
Foto: Jennifer Nief