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Männer Thüringenliga

BSG Wismut Gera vs. 1. SC 1911 Heiligenstadt
3 : 1

Es „Heuschkelt" weiterhin in der Thüringenliga

Torjäger Rico Heuschkel dreht Spiel im Alleingang


Kurz vor der Pause fuhren zwei Feuerwehr-Fahrzeuge mit Blaulicht über das Omega am Stadion am Steg. Genauso brenzlig wie deren Lage war zu diesem Zeitpunkt die Situation der Wismut-Kicker, denen angesichts eines 0:1-Rückstands und eines recht schwachen Spiels die zweite Heimniederlage drohte.

Doch wieder einmal war auf Torjäger Rico Heuschkel Verlass. Nach schönem Zusammenspiel mit Börner war der Angreifer nicht zu halten. Sein von Hausner noch leicht abgefälschter Schuss schlug unhaltbar für Keeper Sternadel noch vor der Pause zum 1:1 ein (45.).

Bis dahin war von den Orange-Schwarzen vor nur 166 Zuschauern nicht viel zu sehen gewesen. Mit Keller (Zerrung), Bauer (Knöchelverletzung) und Dörlitz (Magen-Darm-Probleme) fehlten drei wichtige Spieler. A-Junior Stein saß sein letztes Spiel Rotsperre ab. Auffällig waren die mangelnden Ideen im Spielaufbau.

Heiligenstadt stand sehr kompakt, ließ kaum etwas zu und lauerte auf Konter. Auch bei Standards war man gefährlich, was Wismut nach einer guten halben Stunde zum Verhängnis wurde, als Peric nach einer Ecke am langen Pfosten für das 0:1 sorgte (32.).

Die Hausherren erhöhten sofort die Schlagzahl. Als Kießling aus der Distanz abzog und sein sich senkender 25 m-Schuss von der Lattenunterkante deutlich hinter die Torlinie sprang, war der Schiedsrichterassistent nicht auf dem Posten und ließ weiterspielen (43.). Der Ausgleich praktisch mit dem Pausenpfiff beruhigte erst einmal.



Auch nach Wiederbeginn gaben die gut eingestellten Eichsfelder nicht klein bei. Nach Konter schoss Peric haarscharf am linken Eck vorbei (54.). Mit einfachen Ballverlusten brachte sich Wismut immer wieder selbst in Gefahr. Hartmann war wegen Adduktoren-Problemen in der Kabine geblieben und durch Cherouny ausgetauscht worden.

Ein tolles Solo von Praeger leitete das erlösende 2:1 ein. Dessen Pass in die Tiefe erlief sich Heuschkel und verwandelte per Heber (66.). Puhan verfehlte per Kopf nach einer verlängerten Schubert-Ecke das lange Eck knapp (77.). Der Schuss von Hoffmann wurde im letzten Moment von Hanusch geblockt (80.).

A-Junior Poser sorgte nochmals für Schwung. Erst scheiterte er an Sternadel (90.), dann bereitete er mit einer mutigen Eingabe auf Heuschkel das 3:1 vor (90.+1).

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es war ein enges Spiel. Heiligenstadt stand sehr kompakt, hat vor der Pause kaum etwas zugelassen. Nach dem Wechsel wurden wir stärker, haben mehr agiert und sind auch ohne Ball in die Tiefe gestartet. Besonders freut mich der Einstand von A-Junior Nick Poser, der mit seiner unbekümmerten Spielweise auch das 3:1 vorbereitet hat", zog Trainer Marcus Dörfer ein positives Fazit.

Bericht: Jens Lohse / OTZ / 02.09.2019
Foto: Jennifer Nief