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Männer Thüringenliga

BSG Wismut Gera vs. FSV Preußen Langensalza
7 : 3

Trotz sieben Toren nicht glücklich
Wismut Gera bezwingt Bad Langensalza deutlich mit 7:3

Fußballherz, was willst du mehr! Zehn Treffer erlebten die 209 Zuschauer im Stadion am Steg. Mit 7:3 bezwang Verbandsligist BSG Wismut Gera die Gäste aus Bad Langensalza. Allerdings war Trainer Marcus Dörfer alles andere als zufrieden mit dem Ergebnis. Besonders die abermaligen drei Gegentreffer lagen dem 36-Jährigen schwer im Magen.

„Wir haben die drei Punkte, aber glücklich macht mich das heute nicht. Wir haben Bad Langensalza viel zu viele Tormöglichkeiten gestattet, ohne dass der Gegner dafür besonders viel tun musste. Mit den drei Gegentoren waren wir noch gut bedient. Wir müssen es schaffen, auch in der Abwehrarbeit eine Entwicklung zu sehen. Die Leistung heute war im Vergleich zum Schott-Spiel eher ein Rückschritt", so Marcus Dörfer.

Sein befreundeter Gegenüber Thomas Wirth, der vor seinem Engagement in Bad Langensalza den FC Thüringen Weida aus der Kreisoberliga in Thüringens höchste Spielklasse führte, war trotz der klaren Niederlage wesentlich zufriedener. „Selbst in der Pause haben wir noch an uns geglaubt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns hier nicht versteckt und uns viele gute Möglichkeiten erarbeitet. Allerdings hatte unser Torwart heute einen rabenschwarzen Tag erwischt. Sonst bekommen die Hausherren noch mehr Probleme. Unser Anspruch ist nicht der von Wismut Gera. Unser Ziel heißt Klassenerhalt."



Mit der frühen Führung der Hausherren durch Kapitän Schubert (5.) zog nicht die erhoffte Sicherheit ein. Postwendend glichen die Preußen durch Domeinski per Kopf zum 1:1 aus (12.). Ein Doppelschlag schien die Orange-Schwarzen Mitte der ersten Hälfte auf die Siegerstraße zu bringen. Börner (26.) und erneut Schubert (27.) trafen.

Eine Weis-Eingabe sah Wismut-Schlussmann Geenen nicht im Bilde, was Fiß mit dem 3:2-Anschluss bestrafte (29.). Hätte der durchgebrochene Finger für Bad Langensalza gar ausgeglichen, hätte die Partie auch eine andere Wendung nehmen können. „Im Gegenzug bekommen wir statt dessen das 2:4. Das war ein Kulminationspunkt der Partie", meinte Thomas Wirth. Hartmann erhöhte per Heber (38.).

Nach Wiederbeginn ging die Torehatz weiter. Hartmanns Übersicht ermöglichte Söllner das 5:2 (48.). Der nach langer Verletzungspause eingewechselte Keller machte nach einem nicht unhaltbaren Flachschuss das halbe Dutzend voll (66.). Hartmanns Fehlpass an der Mittellinie ermöglichte Finger, auf 6:3 zu verkürzen (70.).

Hätte anschließend auch Müller allein vor Geenen ins Schwarze getroffen, wären Erinnerungen an das Ehrenhain-Szenario – 6:7 nach 6:2-Führung 23 Minuten vor Schluss – aufgekommen. So machte Paul nach einem Keller-Freistoß mit der Fußspitze alles klar – 7:3 (76.).


Bericht: Jens Lohse / OTZ / 20.10.2019

Foto: Danny Neidel