BSG Wismut Gera
Die Spielberichte der Männer Kreisoberliga


Männer Kreisoberliga

BSG Wismut Gera II vs. SV Elstertal Bad Köstritz
2 : 2



Trotz Unterzahl einen wichtigen Punkt festgehalten
Wismut-Reserve kann gegen starke Köstritzer ein 2:2-Unentschieden erkämpfen

Die Meinung vieler Zuschauer war nach dem Spiel klar: Hätte man vor dem Spiel der Steiniger-Elf einen Punkt angeboten, man hätte ihn ohne zu zögern angenommen. Das am Ende sicherlich ein eher glücklicher Punktgewinn für unsere Reserve zu Buche stand, unterstreicht dies. Dennoch verdiente sich die Mannschaft diesen einen Punkt insbesondere aufgrund der kämpferischen Leistung redlich.

Die Gäste aus der Schwarzbierstadt zeigten von Anbeginn, dass sie endlich den ersten Sieg in der Rückrunde einfahren wollten. Schon nach einer Minute stand Bonde völlig frei vor Runau, vorzog aber knapp links vorbei. Mit viel Mittelfeld-Geplänkel und Zweikämpfen verbrachten die beiden Teams überwiegend im weiteren Verlauf des 1. Durchgangs.

Dabei ergaben sich Chancen für unsere Mannschaft eher selten. Die Gäste dagegen vergaben einen Hochkaräter nach dem anderen. Einen Kopfball kann Runau aus dem flachen Eck kratzen (16.), Wagner bugsiert das Leder an die Lattenoberkante (18.), Kunze visiert nicht gut und schießt links am Tor vorbei (20.).

Dank dem Wismut-Torhüter übersteht unsere Mannschaft eine was Chancen angeht deutlich unterlegene 1. Halbzeit. Die größten vergibt ein ehemaliger Wismut-Kicker: Puhan scheitert an Runau (28.), am Innenpfosten (29.) und vergibt auch am langen Pfosten einen einfachen Ball (37.).

Mit zwei Wechseln schon in der 1. Halbzeit findet die Steiniger-Elf nur selten zum eigenen Spiel. Zum Ende dieser kommt es noch zu einer sehr unglückliche Zweikampfsituation an der Seitenlinie, als Salifou mit übertriebenen Einsatz Jonas Scherzer gegen die Bande checkt. Nur „Gelb" zeigt der nicht immer sichere Schiedsrichter.

Wir wünschen an dieser Stelle Jonas gute und baldige restlose Genesung!





Die 2. Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach langem Ball sind sich Runau und der erfahrene Siegert nicht einig und prallen am Elfmeterpunkt unglücklich zusammen und der Ball von Runau´s Kopf unglücklich ins eigene Gehäuse (46.).

Doch anstatt nun mit der Führung im Rücken weiter Gas zu geben, war es unsere Mannschaft, die nun ihren Kampfgeist entdeckte und immer besser wurde. Dem entsprechend wurde das Team auch belohnt. Salifou flankt von rechts, Alsaneea´s Gegenspieler rutsch weg und unser Angreifer köpft den Ball zum 1:1 ins kurze Eck (56.).

Jetzt schien das Spiel zu kippen. Die Gäste wirkten nicht mehr so sortiert und unsere Mannschaft tauchte nun auch öfter vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Die Belohnung ist die etwas überraschende Führung. Freistoß von Fritzsche aus halb rechter Position und Siegert, der sich im Rücken der Abwehr nach vorn geschlichen hatte, vollendet per Kopf (66.).

Damit war das Spiel doch ziemlich auf dem Kopf gestellt und unsere Mannschaft witterte die drei Punkte. Aber dann der nächste Schock. Einen langen Ball der Köstritzer unterschätzt Mohammadi, hält den Ball ca. 25m vor dem eigenen Strafraum mit der Hand auf und die Konsequenz ist „Rot" und Freistoß für Köstritz.

Mohammadi verlässt den Platz und Puhan versenkt die Kugel erstklassig zum 2:2 Ausgleich ins rechte ober Eck, Runau dieses Mal ohne Abwehrchance (72). Mit einem Mann mehr sind die Gäste natürlich am Drücker und setzen unsere Abwehr, die quasi aus 10 Spielern besteht, extrem unter Druck. Runau stellt noch zwei Mal am heutigen Tag seine Klasse unter Beweis, pariert Knop´s Knaller aus 11 Metern und kann kurz vor Schluss im eins gegen eins ein weiteres Gegentor verhindern.

Den Rest putzt das Team gemeinsam aus der Gefahrenzone. Nicht auszumalen was passiert wäre, wenn Fritzsche einen der beiden direkten Freistöße kurz vor Schluss noch im gegnerischen Kasten untergebracht hätte. Aber das wäre dann des Guten für uns tatsächlich eindeutig zu viel gewesen. Ein glücklicher Punktgewinn, keine Frage, der aufgrund der tollen geschlossenen Mannschaftsleistung letztlich aber nicht so ganz unverdient war.