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Männer KÖSTRITZER Pokal

SV Jenapharm Jena vs. FSV Grün-Weiß Stadtroda
2 : 6

Jenapharm verkauft sich bestens ...

von Homepage SV Jenapharm Jena

… am Samstag standen sich der SV Jenapharm Jena und Verbandsligaabsteiger Grün Weiß Stadtroda in der Qualifikationsrunde zum Landespokal gegenüber.


Schon die Auslosung meinte es nicht gut mit den Chemikern, denn es gibt wohl kaum einen stärkeren Gegner für einen Kreisoberligisten, als einen Absteiger aus der Landesliga. Zudem überraschten die Gäste mit namenhaften Neuzugängen, denn zum erfahrenen Andy Raab gesellte sich noch Stefan Winterkorn, der Leistungsträger schlechthin bei seinem ehemaligen Verein SC 03 Weimar, hinzu. Dazu Reimann und Schakau und man müsste schon meinen, dass die Personalie bei Stadtroda eine bessere ist, als in der vergangenen Landesligasaison. Dennoch wollten die Pharmer, welche noch immer mit dem Verletzungspech der letzten Saisonspiele zu kämpfen haben, dem Landesklassisten die Stirn bieten und auch wenn die Chancen sehr gering waren, sollte Stadtroda doch zumindest was für das Spiel gegen Meuselwitz tun.


Was die Zuschauer in der ersten Halbzeit sahen, sollte der Stadtrodaer Fraktion zu denken geben und der SV Jenapharm kann, bis auf wenige Abstriche, vollauf zufrieden sein. Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, welche mit ordentlich Zug zum Tor die Stadtrodaer Defensive schon mal gehörig ins Schlingern brachte. Den ersten Hochcharäter konnte Franzke nicht am Keeper Titzmann vorbeibringen. Kurz darauf ein schöner Spielzug über Endler und Franzke. Letzterer geht in den Strafraum und Worm steht im Rückraum völlig blank. 14 Meter, Innenseite, rechtes Eck, 1:0 für Pharm. Beinahe zu einfach und erschreckend, was Stadtroda da zeigt. Danach bleibt Pharm dran, jedoch über lange Pässe auf die schnellen Reimann und Fuchs wackelt auch die Abwehrreihe der Chemiker. Aber auch völlig normal, wenn man mal die Schnelligkeit der beiden Spieler erlebt hat. Glück, dass die Abschlüsse vergeben werden bzw. auch mal das Alu herhalten muss. In der 22. Minute enteilt Simon Fuchs einmal mehr seinem Gegenspieler und diesmal findet der Ball das Ziel. Ausgleich. Doch die Gastgeber haben weiter Chancen, zu wenig Laufbereitschaft der Gäste und gute Spielzüge der Pharmer ermöglichen immer wieder Torchancen. Köberlein darf sich gleich zwei Mal versuchen, doch wird der Ball geblockt und anschließend klärt Buchda mit dem Kopf auf der Linie. Dann ist Habereder durch und wird vom LETZTEN MANN, in diesem Fall Keeper Titzmann, geerdet. Freistoß und nur Gelb und Trainer Schakau bläst die Backen auf. Pharm im Pech, so muss man es sagen. Und hat man vorne Pech, fehlt hinten das Glück. Eine Ecke der Rubrik „so hoch, das Schnee drauf liegt" fällt Gärtner statt auf den Kopf, an den Arm und Läsker zeigt auf den Elfer. Da muss die Stadtrodaer Bank schon wieder die Backen aufblasen, bei soviel Zuneigung vom Schiedsrichter. Egal, der Trainersohn macht das Ding in der 36. Minute und bringt den Gast zu dieser Zeit glücklich in Führung. Aber der SV Jenapharm ist noch immer die bessere Mannschaft, zeigt hier viel mehr, ist läuferisch engagierter. Den wohl besten Spielzug des gesamten Spiels zeigen die Protagonisten Habereder und Neuber. Ein Zuckerpass durch die Abwehr in den 16er nimmt TechNick mit dem Außenriss und vollendet am Torhüter vorbei zum 2:2-Ausgleich nur drei Minuten nach der Gästeführung. Und das Ergebnis rückt die Verhältnisse gerade. Kurz drauf kreuzt Henning den Laufweg vom zu schnellen Habereder und nimmt diesen aus dem Rennen. Läsker sieht die Situation nicht richtig und Linke an der Linie hat mehr damit zu tun, sich bei der Pharmer Bank nach dem Moßbachspiel gleich noch ein paar „Freunde" zu machen, statt auf Ballhöhe zu agieren. Leider taucht kurz vor der Halbzeit Gärtner unter einer Flanke drunter durch und Böhmel kann frei vor Vorbrink abschließen und bringt Stadtroda erneut in Führung. Doch bis zur Halbzeitpause zündet der Gastgeber den Turbo. Binnen 4 Minuten brennt es mehrfach lichterloh in der Abwehr der Gäste und kurz vor dem Halbzeitpfiff kracht der Abschluss von Habereder an den Innenpfosten. Ärgerlich und so viel Glück muss man erst mal aufbringen, wenn die halbe Mannschaft dem Geschehen zuschaut. Dann ist Pause.


Trainer Schakau zieht zu Beginn der 2. Hälfte Winterkorn weiter in die Defensive, von wo aus er im Minutentakt gefährlich Flanken auf die Stürmer bringt. Und das 2:4 fällt für die Gastgeber zu früh im Spiel. In der 49. Minute spielt Wileschek auf Abseits und Fuchs ist durch. Im 1:1 gegen Vorbrink behält er kühlen Kopf. Bei Pharm macht sich so langsam der Personalengpass der letzten Wochen bemerkbar, dennoch werden immer wieder gute Aktionen gefahren und gerade die schnellen Endler und Habereder zwingen ihre Gegenspieler zu kräftezerrenden Laufduellen. Mehr als nur einmal müssen die Stadtrodaer dabei ans Trikot gehen, doch Läsker verteilt sehr spät die Ermahnungen. Als Buchda endlich Gelb sieht, holt ihn Schakau auch gleich vom Feld. In der 63. Minute geht es über Stadtrodas besten Offensivmann wieder zu schnell für den Pharmer Abwehrverbund und es steht 5:2. Wieder ist Fuchs der Torschütze. Danach bettelt auch Henning im x-ten verloren Laufduell mit Habereder um den Platzverweis, aber Läsker belässt es bei einer gelben Karte für drei gleichartige Fouls. Als Andy Raab in der 73. Minute vom Feld geht, meinte ein aufmerksamer Spieler, "der sei mit Sicherheit keine 3 oder 4 Kilometer im Spiel gelaufen". Da muss ich ihm Recht geben. Leider reichte dies „Leistung" um hier als Sieger vom Platz zu gehen. In der 82. Minute wird es noch schlimmer. Reimann macht endlich die Bude zum 6:2. Standesgemäß? Nicht wirklich. Pharm kann bis zum Spielende Offensivaktionen fahren und das Minimalziel ist mit dem Abpfiff erreicht: Stadroda musste für den Sieg, der am Ende etwas zu deutlich ist, kämpfen und Jenapharm nutzte dafür spielerischer Mittel.


Den Unterschied machten Fuchs und Winterkorn, mit allen anderen konnte man, zumindest über eine gewisse Spielzeit, Schritt halten. In Hälfte eins brauchte Stadtroda einen Aussetzer der Pharmer Abwehr, sowie die unglückliche Aktion von Gärtner beim Elfer. Für den unterklassigen Gastgeber hatte Schiri Läsker keine Geschenke parat, dennoch leitete er die faire Partie sehr ordentlich. Lob gab es auch vom Stadtrodaer Trainer Schakau an die Pharmer Mannschaft und man sieht sich sicherlich im Winter noch mal. Entweder zum Testspiel, oder in der Halle, denn da ist Jenapharm ja auch auf Landesebene vertreten.


Statistik zum Spiel:


Torfolge:

1:0 Robert Worm (10.)

1:1 Simon Fuchs (22.)

1:2 Robert Schakau (36./FE)

2:2 Nick Neuber (39.)

2:3 Daniel Böhmel (43.)

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2:4 Simon Fuchs (49.)

2:5 Simon Fuchs (63.)

2:6 Christian Reimann (82.)


SV Jenapharm Jena:

Vorbrink - Wileschek, Neuber (77. Döring), Gärtner, Kirscht, Habereder, Worm (MK), Balcerowski, Köberlein (65. Kubatzki), Franzke, Endler (82. Böhme)


FSV Grün-Weiß Stadtroda:

Titzmann - Schakau, Schurtzmann, Schicker, Reimann (MK), Böhmel (46. Kittner), Henning, Raab (73. Sebastian), Fuchs, Buchda (59. Willner), Winterkorn


Zuschauer: 55


Schiedsrichter: Dirk Läsker (Pößneck)

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