Rechenschaftsbericht: Vor 102 Mitgliedern und Gäste, darunter die Geraer-Fußballlegende "Manni" Kaiser, Manfred Lindenberg (TFV/OTFB) und Wolfgang Droigk (KFA-Vorsitzender), konnte der 1. Vorsitzende, Hermann Just, in seinem Bericht auf eine erfolgreiche Entwicklung im Verein verweisen.
Die 11 Teams vom "Steg" haben durchweg eine erfolgreiche Saison absolviert. Den sportlichen Zielen des Vereins ist man wieder einen großen Schritt näher gekommen. Den ersten Höhepunkt setzte die erste Mannschaft mit dem Aufstieg in die Thüringenliga. Das Team von Udo Korn konnte in der ersten Saison in Thüringens höchster Spielklasse erste Akzente setzten. Mit dem aktuell einstelligen Tabellenplatz wurde das Saisonziel eindrucksvoll erreicht. Nun gilt es in der nächsten Saison das Team in der Thüringenliga zu etablieren und spielerisch weiter zu entwickeln. Mit 3.275 Zuschauern zu den Heimspielen, hat der FV Gera Süd hinter Wacker Nordhausen die größte Zuschauerresonanz.
Die zweite Mannschaft steht derzeit auf den sechsten Platz in der Stadtliga. Das Team von Trainer Jörg Weigert soll in naher Zukunft die bestehende "Klassen-Lücke" mit dem Bezirksligaaufstieg schließen.
Der Stadtklassenmeister kommt mit der dritten Mannschaft erfreulicher Weise aus dem Verein. Im Frauenteam hat sich in der in der letzten Saisonein qualitativer Sprung vollzogen, der es in der kommenden Saison ermöglichen wird, neue Saisonziele zu setzen.
Im Nachwuchs steht das Ziel den durchgängigen Nachwuchs aus allen Altersklassen, als Grundlage für zukünftige sportliche Erfolge, qualitativ auszubauen. Den Schwerpunkt in der Nachwuchsarbeit wird der Verein auf eine qualitative Ausbildung der derzeit 22 Übungsleiter und Trainer setzen. Erstmals konnte ein C-Junioren-Team in die Meisterschaft geschickt werden. Die D-Junioren liegen in der Bezirksklasse auf einen gesicherten Mittelfeldplatz. Der Kader wird in der kommenden Saison die C-Junioren nicht nur verstärken, sondern es wird eine zweite Mannschaft in der kommenden Saison "ins Rennen" geschickt.
Die E-Junioren sind Kreismeister und kämpfen in den nächsten Wochen um den Aufstieg in die Bezirksklasse. Die F-Junioren wurden Vizemeister in der Stadtliga. Hermann Just verwies darauf, dass sich die Anstrengungen in den Nachwuchs lohnende Investitionen in die Zukunft sind und außerdem sich, an dem Beispiel Florian Trinks auch Nationalspieler hervorbringen kann. Der Vereinsvorsitzende versäumte es an dieser Stelle nicht, den Eltern für Ihre wichtige Unterstützung ausdrücklich zu danken.
Mit dem 11. Bambini-Cup im Februar konnte erneut ein sportlicher Höhepunkt für unsere Stadt erfolgreich durchgeführt werden. In einem spannenden Turnier errang das Team vom FC Sachsen Leipzig, vor unserer Partnerstadt dem 1. FC Nürnberg den Titel. Unsere Bambinis schlugen sich im hochkarätigen Teilnehmerfeld mit einem sechsten Platz überraschend erfolgreich.
Auch das Vereinsleben hatte u.a. mit der erstmalig durchgeführten gemeinsamen Jahresabschlussfeier in der Tonhalle, dem Mixed-Spiel gegen unser Frauenteam und dem durchgeführten Gaudi-Turnier mit Eltern, den Kindern und Sponsoren besondere Höhepunkte. Durch regelmäßige Kontakte und Ortsbegehungen mit dem ZGGW, wurden mit Hilfe der Stadt, von Partnern und Sponsoren erste sichtliche bauliche Veränderungen an unserer Heimstätte vorgenommen. So wurde eine neue Beschallungsanlage installiert, der Treppenzugang zwischen Platz 1 und 2 realisiert und nicht zuletzt moderne Trainerkabinen übergeben.
Mit dem Verein und Verbänden stand der Verein ständig im Kontakt. Mit der auf unseren Verein vorgeschlagenen Aussprache mit dem KFA Gera, wurden Fehler analysiert und beseitigt. Die Kommunikation hat sich seitdem spürbar verbessert.
Hingewiesen wurde auf den Nachholbedarf im Bereich unserer Schiedsrichter. Hier muss sich in den nächsten Wochen an einen Tisch gesetzt werden und ein gemeinsames Konzept für bessere Betreuung und Gewinnung der Sportfreunde als Handlungsgrundlage erstellt und im zweiten Schritt umgesetzt werden.
Ein Dank ging auch an unsere Fans, die unsere Teams eine wichtige Stütze in den Punktspielen ist und mit ihrem Einfallsreichtum die Spiele "Am Steg" zu Events werden ließen. An die Fans ging der Apell, nicht durch unüberlegte Aktionen den Verein zu schaden. Unter der Leitung des Fanclubs ERZHAMMER wurde ein gemütlicher Treffpunkt mit gleichen Namen in Eigenleistung in der Wiesestraße geschaffen. In vielen Stunden harter Arbeit konnte der Traum eines eigenen Fanprojektes verwirklicht werden.
Zum Abschluss dankte der Vereinsvorsitzende allen Ehrenamtlichen, aktiven Mitgliedern im Verein und seinen Mitstreitern im Vorstand für Ihren Einsatz. Finanzbericht: Unter die Überschrift Kleines Budget und viel Leistung könnte man den sich anschließenden Finanzbericht von Schatzmeister Dietmar Kayser stellen. Mit konkreten Zahlen konnte er darlegen, dass der Verein wirtschaftlich auf gesunden Füßen steht. Trotz des geringen Etats ist es u.a. mit Hilfe, Disziplin und Einsatz der Vereinsmitglieder gelungen, die Weiterentwicklung auf Grundlage einer soliden finanziellen Basis abzusichern. Allerdings müssen die Mehraufwendungen für die sportlichen Erfolge in allen Altersklassen in der kommenden Saison auf den Verein zukommen, mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins Schritt halten. Hierzu werden die geschaffenen Grundlagen in der Öffentlichkeit und der Sponsorengewinnung für weitere Einnahmen genutzt werden und die Ausgaben regelmäßig auf den Prüfstand gestellt.
Diskussion: In seinem Diskussionsbeitrag lobte der OTFB-Vorsitzende, Wolfgang Lindenberg den Verein für seine positive Entwicklung. Insbesondere hob er seine positiven Eindrücke bei seinem Besuch des 11. Bambini-Cups im Februar des Jahres hervor. Nur in der Breite der Nachwuchsarbeit in allen Vereinen, bleiben Talente wie U17-Nationalspieler Florian Trinks für den deutschen Fußball nicht unentdeckt und können sich weiter entwickeln. Abschließend überreichte er dem Verein einen Scheck, in Anerkennung der frühen Ausbildung von Florian Trinks bei den Geraer Dynamos und dem 1. SV Gera. Antragstellungen: Drei Anträge folgten für die Änderung der Satzung.
Einstimmig wurde das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr auf die Zeit 1. Juli bis 30. Juni beschlossen. Weiterhin wurde mit zwei Stimmenthaltungen der Schaffung der gesetzlichen Möglichkeiten der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeit in der Satzung beschlossen.
Der dritte Antrag auf Umbenennung des Vereins in BSG Wismut Gera wurde von Vereinsmitglied Jörg Sachse vorgetragen. In seiner Antragsbegründung wurde auf den besseren Image-Effekt, des klaren Bekenntnisses zur Geraer Fußballtradition und die günstigeren Voraussetzungen für das Marketing insbesondere der Sponsorengewinnung verwiesen.
Der Verein hat sich in den zwei Jahren erfolgreich weiterentwickelt und ist weiter zusammengewachsen. Nun ist es an der Zeit sich auch mit Hilfe des traditionsreichen Namens den erfolgreichen Weg fortzusetzen, ergänzte Vorstandsmitglied Dietmar Kayser. Der Vereinsvorsitzende Hermann Just wies auf den Fakt hin, dass sich der Verein in Zukunft für weitere Sportarten öffnen muss. Der Verweis auf einen reinen Fußballverein im Namen wurde diese Öffnung nicht ermöglichen. Das Argument nach den besseren Möglichkeiten für eine wirksame Fortführung der beispielhaften Öffentlichkeitsarbeit und der Arbeit mit den Sponsoren und Partnern im Verein untermauerte der im Verein für Öffentlichkeits- und Marketing Verantwortliche, Jörg Zemke.
In Erwiderung zum vorliegenden Antrag wurde der Zeitpunkt mögliche Umbenennung als zu früh und als für Entwicklung bremsend bewertet. Als falsches Zeichen für die Geraer-Öffentlichkeit schon zwei Jahre nach der Fusionierung der drei Vereine, wurde als weiteres Gegenargument hervorgebracht.
Die Frage nach den zusätzlichen Kosten, wurde von Jörg Sachse, mit dem Argument erwidert, dass bereits im Vorfeld durch neue Sponsoren und Sammelaktionen das Geld dem Verein zu Verfügung gestellt wurde und dadurch keine zusätzlichen Kosten für die Vereinskasse entstehen.
Dem Antrag wurde mit einer Mehrheit der Anwesenden von 70 Stimmen /23 Gegenstimmen/ 5 Enthaltungen zugestimmt. Nach dieser Entscheidung wird in den nächsten Tagen im Verein eine Arbeitsgruppe gebildet, die alle rechtlichen und organisatorischen Aufgaben zur Umbenennung definieren und klären wird.
Schlusswort: Mit dem Dank an alle Anwesenden für diese gelungene Veranstaltung, die Bereitschaft gemeinsam mit den Mitgliedern unter der Führung des Vorstandes die gesteckten Ziele erreichen zu wollen, beendete der Vereinsvorsitzende Hermann Just die fast zweistündige Mitgliederversammlung.
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