Börner: Volles Risiko beim Siegtor

Gespräch mit dem Wismut-Torschützen

Der 20-jährige gebürtige Hildburghäuser erzielte sein erstes Oberliga-Tor für die Geraer Wismut-Elf.

Was haben Sie gedacht, als Sie in der 66. Minute eingewechselt wurden?
Ich wollte alles reinhauen, um der Mannschaft zu helfen, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. Nach hinten sollte ich unsere rechte Seite zu machen. Das ist mir ganz gut gelungen.

An ein mögliches Siegtor hatten Sie aber nicht gedacht.
Ich bin ja für Angreifer Max Gehrmann reingekommen. Da habe ich mir schon ausgemalt, dass es auch in der Offensive die eine oder andere Möglichkeit geben könnte. Am Ende ist es natürlich toll, dass es mit dem 2:1 geklappt hat.

Wie haben Sie das Tor in Erinnerung?
Ein Rudolstädter Verteidiger hat mir an der Mittellinie den Ball in die Füße gespielt. Ich habe Florian Schubert angespielt, der wieder zu mir zurückgepasst hat. Eigentlich wollte ich den Ball annehmen, habe mich dann aber entschlossen, volles Risiko zu gehen und die Kugel unter die Latte gejagt. So gut trifft man nicht jeden Ball. Dann waren alle im Kollektivjubel.

Angesichts der vielen Ausfälle waren die Hoffnungen eher gering, hier aus Rudolstadt etwas mitzunehmen.
Wir haben gezeigt, dass wir solche Ausfälle kompensieren können. Wir sind eben eine tolle Truppe, in der auf dem Platz jeder dem anderen hilft. Beim Tabellenzweiten hat man doch ohnehin nichts zu verlieren.

Wie haben Sie das Spiel insgesamt gesehen?
Die erste Halbzeit war sehr zerfahren. Die frühe Führung war wichtig, hat aber nicht für Ruhe in unseren Reihen sorgen können. Erst spät konnten wir das Spiel beruhigen. Rudolstadt hat viel Druck gemacht.

Jens Lohse / 13.03.17

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