Wismut ist zurück in der harten Realität

Bei Frank Müller nachgefragt

Nach der 0:1-Niederlage gegen Schott Jena fand der Geraer Routinier und Kapitän Frank Müller im Gespräch mit der OTZ klare Worte.


Woran hat es gelegen, dass die Mannschaft die eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnte?
Wir hatten gefühlte neunzig Prozent Ballbesitz, haben aber gefühlt nur zweimal aufs Tor geschossen. So gewinnt man nicht in der Oberliga. Schott war total defensiv eingestellt, wollte unser Spiel nur zerstören. Darauf müssen wir gefasst sein. Das wird uns in dieser Saison noch öfter passieren.

Haben Sie die Jenaer unterschätzt?
Nein, das glaube ich nicht. Wir haben konzentriert begonnen, bis zum gegnerischen Strafraum auch gut gespielt. Das fand dann aber kein Fortsetzung. Nach einer guten Vorbereitung sind wir jetzt auf den harten Boden der Realität zurückgeholt worden. Schön spielen allein reicht nicht in der Oberliga.

Erst in den letzten 20 Minuten spürte man das Feuer.
Gegen einen so tief stehenden Gegner haben wir lange keine richtigen Lösungen gefunden. Von den vielen Kopfballchancen muss dann aber eben mal eine rein gehen. Hauptproblem war, dass wir nicht zusammengespielt haben. Wir haben jetzt aber nicht wieder ein halbes Jahr Zeit, um uns zu finden, auch wenn einige neue Spieler hinzugekommen sind.

Zu allem Überfluss fiel dann auch noch das späte Gegentor.
Manchmal kommt eben alles zusammen. Schott hat aber am Ende nicht unverdient gewonnen. Sie haben aus ihren Möglichkeiten heute mehr gemacht.

Jens Lohse / 08.08.17
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