Ohne Angst zu Schiebock

NOFV-Oberliga: Schlusslicht Wismut Gera ist morgen bei Spitzenreiter Bischofswerda zu Gast.

Die Pokalpause am letzten Wochenende nahmen die Geraer Wismut-Kicker mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf. Zwar konnte der etwas dezimierte orange-schwarze Kader einige Blessuren auskurieren, doch ging durch die Spielabsage in Sonneberg auch etwas der Rhythmus verloren. Morgen geht es aber weiter im Spielplan.

Schlusslicht Wismut Gera muss bei Tabellenführer Bischofswerdaer FV 08 antreten. Zu Saisonbeginn wurden beide Teams im oberen Tabellendritten gehandelt. Doch nur die Bischofswerdaer, die sich den Regionalliga-Aufstieg auf die Fahnen geschrieben haben, wurden den Voschusslorbeeren gerecht. "Ich sehe uns aber nicht so weit weg von den Bischofswerdaern, wie es die 17 Punkte Unterschied ausdrücken. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, müssen in der Volksbank-Arena kompakt stehen und gemeinsam verteidigen", weiß Wismut-Trainer Carsten Hänsel. "Wir müssten es eben mal schaffen in Führung zu gehen. Aber bis jetzt war das in dieser Saison immer den Gegnern vorbehalten. Wir könnten doch aber auch einmal nach einem weiten Einwurf mit der Pieke treffen oder aus 30 Metern Torentfernung ins Dreiangel", so Hänsel, der sein Team gut vorbereitet sieht.


Bischofswerda hat man bei der 0:1-Niederlage in Plauen und auch beim 3:1-Sieg im Landespokal bei Neusalza-Spremberg beobachtet. "Die sind auch nicht fehlerfrei. Aber wir müssen eben mal den Gegner mit Toren ärgern und uns nicht immer hinterher auf die Schultern klopfen lassen, weil wir ja ganz gut gespielt haben, die Punkt aber dennoch da gelassen haben", meint der Wismut-Trainer. Kapitän Frank Müller fehlt nach seiner Ampelkarte gegen Carl Zeiss Jena II. Auch Florian Schubert und der am Knöchel verletzte Phillip Roy stehen nicht zur Verfügung. Dafür hat sich Jonas Struß wieder zurückgemeldet.

Bisher zählten die Schiebocker nicht zu den Geraer Lieblingsgegnern. Aus den letzten vier Oberliga-Begegnungen holte Wismut nur einen Zähler, verlor aber auch dreimal nur mit 0:1. Meist waren es späte Gegentore wie zuletzt im Mai dieses Jahres durch Cornelius Gries, dem in der 71. Minute der Bischofswerdaer Siegtreffer gelang.

Die Gegner der Hänsel-Elf werden auch danach nicht einfacher. Am 22. Oktober empfängt man Einheit Rudolstadt, ehe dann Gastspiele bei Askania Bernburg (28.10.) und im Pokal in Sonneberg (31.10.) anstehen. Ein Erfolgserlebnis wäre also schon wichtig.

(Jens Lohse)
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