Matthias Kaiser feiert seinen „62."

Wenn am heutigen Dienstag der ehemalige Fußballer Matthias Kaiser seinen 62. Geburtstag feiert, schnalzt der Fußballfan nicht nur in seiner Heimatstadt ob seiner technischen und strategischen Fähigkeiten mit der Zunge. „Ganz der Papa" titelte in den 1980-er Jahren das „Deutsche Sportecho" und spielte auf die Vorzüge des ersten DDR-Fußballers des Jahres 1963, Manfred Kaiser, an. 

Der eher schmächtige und nur 1,70 Meter große Blondschopf ging in die Lutherschule, lernte Elektronikfacharbeiter und arbeitete als Zimmerling auch unter Tage. Ganz früh fuhr er in den Schacht ein, um nachmittags dreimal wöchentlich bei Wismut Gera trainieren zu können. Sein erster Trainer war Herbert „Assa" Pätzold. Alle Altersklassen durchlief er bei Wismut. Als 22-Jähriger stieg er mit seiner Mannschaft in die DDR-Oberliga auf, wo er alle 26 Punktspiele von der ersten bis zur letzten Minute absolvierte. „Und auch ganz ohne ausgewechselt zu werden", so der Jubilar.

Der FC Carl Zeiss Jena wurde aufmerksam und holte das Talent. „Zwangsdelegiert", nennt es Kaiser heute. Aber er erlebte seine sportlich erfolgreichste Zeit. Unter Trainer Hans Meyer spielte er vier Jahre an den Kernbergen, traf im Europapokal auf Bordeaux, wo „Europas Fußballer des Jahres" Alain Giresse der Star war. Und genau gegen den hatte er zu spielen. Jena schied aber nach einem 3:1-Sieg in Jena mit 0:5 im Rückspiel aus.
Bis 1986 spielte er noch bei Wismut in der Liga, wurde dann aber für den Leistungssport -gesperrt – Sein jüngerer Bruder Michael hatte die Ausreise beantragt. Den Mittelfeldspieler verschlug es in tiefere Spielklassen.

Fit hält sich Matthias durch Radsport, Tennis und Skilanglauf. Zu den Wismut-Oberligaspielen schaut er oft vorbei, meist per pedes..... 

MM

Matthias Kaiser erinnert sich an den letzten Aufsteieg der BSG Wismut Gera in die Oberliga.
Vor 40 Jahren: Wismut in der Oberliga |>|


Zu den Wismut-Oberligaspielen schaut Matthias Kaiser (Mitte) oft vorbei.
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