ZFC gewinnt Banden-Masters

Hallenfußball: Roschütz & Friends als bestes Geraer Team auf Rang vier. Oberligist Wismut Gera verpasst Finalrunde

Gera. Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz hat seinen Vorjahreserfolg beim 4. Geraer Banden-Masters in der Panndorfhalle wiederholen können.

Regionalligist ZFC Meuselwitz verteidigt seinen Vorjahreserfolg. Luca Bürger reckt den überdimensionalen Siegerpokal in die Höhe.

Die Zipsendorfer setzten sich im Finale gegen Landesklasse-Vertreter FSV Grün-Weiß Stadtroda mit 2:0 durch. Die Treffer erzielten Luca Bürger und Francesco Lubsch. Die drei Spielklassen tiefer beheimateten Stadtrodaer hielten das Endspiel lange offen und besaßen vor dem ersten ZFC-Treffer selbst einige gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen.

„Bedenkt man, dass wir heute Nacht erst gegen ein Uhr ins Bett gekommen sind, weil wir noch unser eigenes Hallenturnier gespielt haben, war unsere Leistung in Ordnung. Wir haben verdient gewonnen, ohne allerdings besonders zu glänzen", so ZFC-Cheftrainer Heiko Weber, dessen Team sich über die 1200 Euro Siegprämie freuen durfte.

Mit Dreiern gegen die SG Gera-Westvororte (5:2) und den Grün-Weiß Stadtroda (2:1) gestartet, waren die Meuselwitzer die einzige Mannschaft, die die Vorrunde unbeschadet überstand. In der Zwischenrunde stellte der ZFC die Zeichen mit einem 3:2-Erfolg gegen Germania Halberstadt auf Finale. Die Halberstädter hatten zuvor Thüringen Weida mit 3:1 besiegt. Somit brauchte der ZFC gegen Weida noch einen Zähler, um das Endspiel zu erreichen. Doch Heiko Webers Ex-Verein Thüringen Weida machte ihm das Leben schwer. Lukas Szudra und Jegor Jagupov brachten Weida mit 2:0 in Führung. Doch der Regionalligist rappelte sich auf. David Urban und Luca Bürger nach schönem Doppelpass mit Yves Brinkmann sorgten für den 2:2-Ausgleich, der dem ZFC den Finaleinzug bescherte.

Richtig stark war auch Gastgeber Roschütz & Friends. Durch einen 5:0-Erfolg gegen die JFC Gera Allstars qualifizierte man sich als Gruppenzweiter hinter Halberstadt für die Zwischenrunde. Dort unterlag man zwar dem VFC Plauen mit 1:2, hielt sich dafür beim 5:3-Sieg gegen Stadtroda schadlos. Für Roschütz & Friends standen der Altenburger Rico Heuschkel, Raymond Prüfer aus Silbitz, der Ehrenhainer Torwart Eric Fleißner, der Rudolstädter Lukas Schirrmeister, der Gößnitzer Steven Küchler sowie der Eisenberger Danny Reuther auf der Spielfläche. Hinzu kamen die Roschützer Robert Schenderlein, Rocco Hoffmann, Stefan Kretschmar, Stefan Tilke und Daniel Gehrt. Ein besonders großes Pensum hatte der 35-jährige Rocco Hoffmann zu absolvieren, der zwei Tage zuvor schon beim 20. Oldie-Turnier im Einsatz war. Trainer Eric Schachtschabel ärgerte sich dann auch nicht über das 2:5 im kleinen Finale gegen Halberstadt. „Gegen die großen Gegner fehlen manchmal nur Nuancen. Da wird jeder Fehler eiskalt bestraft", erklärte er.
Weida geht gegen den ZFC mit 2:0 in Führung

Fünfter wurde die SG Thüringen Weida, die sich im Platzierungsspiel gegen den VFC Plauen mit 5:2 behauptete. Die Weidaer stellten mit Lukas Szudra auch den besten Spieler des Turniers, der vor allem mit Jegor Jagupov gut harmonierte. Die Weidaer hatten bereits in der Vorrunde mit ihrem 6:2-Kantersieg den Oberligisten Wismut Gera in den Verliererpool verbannt.


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Da nutzte den Orange-Schwarzen auch der 2:1-Erfolg gegen Plauen nichts mehr. Angesichts dreier punktgleicher Teams musste das Torverhältnis entscheiden. dass für Plauen und Weida sprach. Im Verliererpool um die Plätze sieben bis neun duellierten sich Wismut Gera, Westvororte und die JFC-Allstars. Im Auftaktspiel brachte der JFC ein 2:0 gegen Wismut Gera nicht über die Zeit und musste das 2:2 hinnehmen. Ähnlich erging es dem Team gegen Westvororte. Philipp Läßigs Hackentreffer zum 3:3 ließ alles offen. Die Orange-Schwarzen sicherten sich mit einem 5:3 gegen Westvororte den siebten Rang. „Wir haben nur einmal verloren, sind aber nur Siebenter geworden. Der Turniermodus war nicht auf unserer Seite", schätzte Wismut-Co-Trainer Andreas Kleiber ein, der die Geraer unterm Hallendach betreute.

Ein positives Fazit zog Turnierleiter Steve Tlusty. „Mit 640 verkauften Karten haben wir die Zuschauerzahl im Vergleich zu 2017 etwa verdoppelt. Unser Konzept, auf viele Teams aus der Region zu setzen, hat sich als richtig erwiesen."

Jens Lohse / 16.01.18

BSG Wismut Gera - VFC Plauen 2:1
BSG Wismut Gera - FC Thüringen Weida 6:2
BSG Wismut Gera - JFC Gera Allstars 2:2
BSG Wismut Gera - TSV Gera Westvororte 5:3
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