Vor dem Rückrundenstart: Die halbe Kreisoberliga in Abstiegsgefahr

Kreisoberliga: Der SV Roschütz peilt Double an und hat nach der Hinrunde acht Punkte Vorsprung auf den 1. FC Greiz

Gera. Am Wochenende startet die Kreisoberliga Ostthüringen in ihre Rückrunde. Unangefochtener Herbstmeister ist der SV  Roschütz (41:9 Tore/40 Punkte), der auf acht Zähler Vorsprung auf Verfolger 1. FC Greiz (40:15/32) verweisen kann.

„Unsere Ausgangsposition ist gut. Die Vorbereitung verlief allerdings nicht optimal. Die Breite im Kader ist uns etwas verloren gegangen. Einige Spieler konnten im Winter gar nicht trainieren", sagt Trainer Eric Schachtschabel, der wieder auf Marcel Peters nach dessen Mittelgesichtsfraktur zurückgreifen kann. Der Auftakt in die zweite Halbserie hat es in sich. „Erst das Derby gegen Pforten. Dann kommt Greiz, gegen die wir bisher die einzige Niederlage hinnehmen mussten. Dann geht es zu Wismut II", warnt der Roschützer Coach, der mit seinem Team das Double aus Meisterschaft und Pokal anpeilt.

Überraschender Vierter ist der SV 1924 Münchenbernsdorf (23:12/27), der seine Platzierung im oberen Drittel verteidigen will. Bisher eher zu den grauen Mäusen der Kreisoberliga gehörend, haben die Münchenbernsdorfer unter Trainer Gordon Schorrig eine beeindruckende Entwicklung vollzogen. 27 Punkte nach der Hinrunde – so viele hatte man sonst oft in der gesamten Saison nicht geholt. Das Aus im Pokal-Viertelfinale gegen den FC Altenburg am letzten Wochenende war zwar ein Dämpfer, doch kann man sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren.

Marcel Hartmann ist mit 9 Toren bester Torschütze der BSG Wismut Gera II.

Eine starke Hinrunde hat auch Aufsteiger BSG Wismut Gera II (32:23/23) absolviert. „Der sechste Platz soll es auch am Ende sein. Mehr ist noch nicht drin", so Trainer Roy Beck, der in der Winterpause vier Zu- und Abgänge vermeldet. Neu sind der von Westvororte zurückgekehrte Alexander Frenzel und Lucas Ude von Großenstein. Auch der Langenberger Felix Winter will sich nochmals höherklassig versuchen.

Nur der 1. FC Greiz besiegte Roschütz

Als starker Achter hat der SV Elstertal Bad Köstritz (24:30/20) die erste Halbserie abgeschlossen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Hinrunde. Vielleicht können wir in Hohndorf noch nachlegen. Auf jeden Fall wollen wir so viele Punkte holen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben", gibt Trainer Karsten Böttcher vor. Nun kommt auch noch Paul Gebhardt von der Wismut-Reserve zurück. Zweiter Zugang ist Routinier Sebastian Schroll, der viele Jahre in Silbitz Landesklasse-Erfahrung sammelte. Da lediglich fünf Punkte den Tabellensiebenten vom Vorletzten trennen, schwebt die halbe Liga in Abstiegsgefahr.

Zu den drei Mannschaften mit 18 Zählern gehört auch der Kraftsdorfer SV (20:23/18) auf Rang elf. Das seit dem Sommer von Patrick Posselt betreute Team hat sich ziemlich verjüngt. Mit Steffen Richter und Marcus Liebetrau haben im Winter zwei weitere erfahrene Offensivkräfte die Erlbachtaler verlassen. Mit Steffen Becher und Nico Schönfeld sind aber auch zwei Langzeitverletzte zurück. „Wir konnten im Winter nur einmal in der Woche in der Halle trainieren, waren einmal in Mörsdorf auf dem Kunstrasen. Die Bedingungen sind problematisch", sagt Trainer Patrick Posselt. Das Heimspiel gegen Niederpöllnitz wird wohl ausfallen. Danach warten vier schwere Auswärtspartien in Münchenberndorf, Greiz, Roschütz und Gößnitz.

Punkt- und torgleich mit den Kraftsdorfern ist Blau-Weiß Niederpöllnitz (20:23/18). Die Elf von Trainer Steffen Rüdiger ist andere Tabellengefilde gewöhnt. Doch den Ausfall von Torjäger Lukas Müller wegen eines Beinbruchs konnnten die Blau-Weißen in der Hinrunde nicht kompensieren. Durch Undiszipliniertheiten schwächte man sich selbst. Jetzt ist auch noch Torwart Philipp Müller nach seiner roten Karte gegen Münchenbernsdorf für drei Spiele gesperrt. „Wir wollen mehr Punkte holen als im Herbst", fordert Coach Rüdiger, der aus den Tests gegen die Landesklassisten Neustadt (0:2) und Silbitz/Crossen (5:6) Hoffnung schöpfte.

Vorletzter ist die SG Gera-Pforten (18:33/15). Der Aufsteiger schlug sich bisher wacker. Durch den 1:0-Erfolg im Nachholspiel bei Ehrenhain II fand man Anschluss an das untere Mittelfeld. „Wir wollen sportlich nicht absteigen. Das ist möglich. Mittlerweile haben wir uns an die Spielweise in der Kreisoberliga gewöhnt", sagt Trainer Mike Brümmer, dessen Team mit Sven Schroth und Pascal Kopper ebenfalls zwei Zugänge präsentieren kann.

Anders sieht es beim SSV 1938 Großenstein (13:60/0) aus. Ein Team, das keinen Zähler in der Kreisoberliga-Hinrunde holte, gab es wohl noch nie. „Wir haben den Klassenerhalt noch nicht ganz aus den Augen verloren. Wir wollen Punkte sammeln. Dann schauen wir, wozu es reicht", meint Trainer Jens Wunderling, der am Ende der Hinrunde den Geraer Mike Scholz ablöste.

„Der sechste Platz soll es auch am Ende sein. Mehr ist noch nicht drin", so Trainer Roy Beck.

Kreisoberliga: Spielerwechsel in der Winterpause

SV Roschütz

Zugänge:  keine
Abgänge: Sven Schroth (SG Gera-Pforten)

SV Münchenbernsdorf
keine Zu- und Abgänge

BSG Wismut Gera II
Zugänge:  Alexander Frenzel, (SG Gera-Westvororte), Kay Lange (SG Weida), Lucas Ude (SSV 1938 Großenstein), Felix Winter (SV Langenberg)
Abgänge: Toni Branescu (SG Weida), Kevin Glatzel (OTG 1902 Gera), Philipp Thomas (VfL 1990 Gera), Paul Gebhardt (SV Elstertal Bad Köstritz)

SV Elstertal Bad Köstritz
Zugänge: Sebastian Schroll (SG Silbitz/Crossen), Paul Gebhardt (BSG Wismut Gera II)
Abgänge: keine

Kraftsdorfer SV 03
Zugänge:  keine
Abgänge: Steffen Richter (SV St. Gangloff), Marcus Liebetrau (SV Gleistal 90),

Blau-Weiß Niederpöllnitz
keine Zu- und Abgänge

SG Gera-Pforten
Zugänge: Sven Schroth (SV Roschütz), Pascal Kopper (SG Silbitz/Crossen)
Abgänge: keine

SSV 1938 Großenstein
Zugänge: keine
Abgänge: Lucas Ude (Wismut II)

1. FC Greiz
keine Zu- und Abgänge

SpG Hohndorfer SV
keine Zu- und Abgänge

Jens Lohse / 21.02.18
Seite bearbeiten