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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. VFC Plauen
0 : 1

Der BSG Wismut Gera fehlen die Mittel
Der VFC Plauen entscheidet die Partie bei Wismut Gera nach grobem Patzer mit 1:0 (1:0) für sich.


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Es war nicht der Tag der Geraer Wismut-Elf. Auch das vierte Spiel in Folge gegen den VFC Plauen ging für die Orange-Schwarzen verloren, die gegen die Vogtländer vor 409 Zuschauern arg ersatzgeschwächt antreten mussten.

"Wir haben gut begonnen und hätten in Führung gehen müssen. Ein Abwehrfehler hat uns dann kurz vor der Pause in Rückstand geraten lassen. Nach dem Wechsel haben wir uns gesteigert, doch fehlte dem finalen Pass zu oft die Präzision. Auch der unbedingte Wille, ein Tor zu erzielen, war heute nicht da. Plauen hat verdient gewonnen. Wir werden daran nicht zerbrechen, spielen bisher eine starke Saison", so Gastgeber-Trainer Carsten Hänsel nach dem Abpfiff auf der Pressekonferenz. Sein Gegenüber Nico Quade freute sich über den zweiten Erfolg binnen vier Tagen. "Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was ich vorgegeben habe. Wir wollten die Begegnung kontrollieren, auf Konter setzen. Die Führung vor der Pause war wichtig. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Konter nicht mehr gut ausgespielt. Mit einem zweiten Tor wäre vieles leichter geworden. So mussten wir bis zum Schluss bangen, haben insgesamt hinten aber sehr wenig zugelassen und verdient gewonnen", kommentierte er.

Wismut musste neben den Langzeitverletzten Chris Söllner und Raimison Draiton dos Santos auch auf den gelbgesperrten Kapitän Frank Müller und den arbeitsbedingt verhinderten Phillip Roy verzichten. So rückte im Vergleich zur Vorwoche Stanko Cvitkovic in die Innenverteidigung, während Sebastian Dräger und Dmitrij Puhan auf den Außenbahnen defensiv agierten.

Der Gastgeber hätte früh in Führung gehen können. Nach einer Hereingabe traf Raphael Börner nur den Pfosten, den Nachschuss brachte Dennis Blaser nicht über die Linie. Plauen agierte recht gefällig und hielt den Ball gut in den eigenen Reihen. Damit hatte der Gastgeber seine Probleme. Wie im Hinspiel gerieten die Geraer nach einem individuellen Fehler in Rückstand. Dmitrij Puhan verschätzte sich bei einem Diagonalpass und sprang unter dem Ball hindurch. Plauens Jonas Mack hatte so freie Bahn und traf zum 0:1 ins lange Eck. Stanko Cvitkovic kam zu spät (40.).

In Hälfte zwei startete Wismut risikofreudiger. Früh brachte Trainer Carsten Hänsel mit Max Gehrmann einen zweiten Stürmer, der aber kaum in Erscheinung treten konnte und seiner Form vom Saisonbeginn hinterher läuft. Nach einer Schubert-Hereingabe fehlte Torjäger Dennis Blaser am zweiten Pfosten die Entschlossenheit im Abschluss (56.). Der Brasilianer Pedro und Florian Schubert mühten sich auf den Außenbahnen, konnten sich aber kaum einmal wirkungsvoll durchsetzen. Nach einem Weis-Pass zog Pedro in zentraler Position ein Abspiel auf Dennis Blaser vor, anstatt es aus 14 Metern selbst zu versuchen (59.).

Die Geraer rackerten, verstanden es aber nicht, Plauen wirklich unter Druck zu setzen. Nach einer Flanke von Stefan Raßmann köpfte Dennis Blaser am Kasten vorbei (74.). In der Schlussphase wurden die Konterräume für den VFC größer, nachdem Wismut-Innenverteidiger Andreas Luck ins Sturmzentrum beordert wurde. Gegen Patrick Grandner rettete Torwart Alexander Just nach einer Ecke per Fußabwehr. Der Ex-Zwickauer Philipp Röhr verfehlte das kurze Eck. Den Orange-Schwarzen hingegen fehlten die Mittel, Plauen nochmals ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nachdem VFC-Keeper Danilo Dersewski einen 25-Meter-Schuss von Carsten Weis parieren konnte (90.+4), stand der Auswärtssieg der Quade-Elf fest.

Jens Lohse / 18.04.17