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Männer NOFV-Oberliga Süd

VFC Plauen vs. BSG Wismut Gera
1 : 0

Mit dem rechten Fuß ins linke Dreiangel
Durch einen Sonntagsschuss unterliegen die Geraer beim VFC Plauen mit 0:1. Dritte Niederlage in Folge

Wismut-Torwart Sabri Vaizov klärt bei einem VFC-Eckball mit beiden Fäusten vor dem Plauener Patrick Grandner.   (Foto: Jens Lohse)

Plauen. Begegnungen gegen die Vogtländer bleiben für die Orange-Schwarzen kein gutes Pflaster. Auch im fünften Spiel hintereinander unterlagen die Geraer gegen den VFC Plauen.

Vor 415 Zuschauern zog die Wismut-Elf mit 0:1 den Kürzeren, wobei das Tor des Tages sieben Minuten vor Schluss viel. Bis dahin hatte das Abwehrbollwerk der Gäste dem Plauener Dauerdruck stand gehalten. Als sich aber der eingewechselte Aleksandrs Guzlajevs und Mittelstürmer Patrik Schlegel zum Doppelpass fanden und Guzlajevs mit dem rechten Fuß aus 25 m unvermittelt abzog, schlug das Leder unhaltbar für Wismut-Keeper Sabri Vaizov zum 0:1 im linken Dreiangel ein (83.).

„Wir haben ganz gut begonnen, insgesamt nicht viel an Chancen zugelassen. Ein Sonntagsschuss hat dann die Begegnung entschieden. Unser Hauptproblem ist aber, dass wir es derzeit kaum schaffen, echte Torgefahr zu erzeugen", urteilte Gäste-Trainer Carsten Hänsel nach dem Abpfiff. Plauens Nico Quade meinte: „Wir haben hochverdient gewonnen, sind pausenlos angerannt. Nur haben wir zu lange gebraucht, um in Führung zu gehen. Aus unseren vielen Eingaben vors gegnerische Tor haben wir zu wenig gemacht. Unsere momentanen Schwächen liegen ganz vorn. Da müssen wir noch viel trainieren." Während die Vogtländer mit ihrem zweiten Saison-Dreier ungeschlagen und ohne Gegentor blieben, warten die Geraer nicht nur auf den erste Punkt sondern weiterhin auch auf den ersten Treffer.

Der Gastgeber begann wie die Feuerwehr. Schon früh musste Wismut-Schlussmann Sabri Vaizov bei einer gefährlichen Eingabe vor dem Plauener Patrik Schlegel klären (1.). Doch auch die Geraer sendeten ein Warnsignal, als Max Enkelmanns Zuspiel von der Grundlinie keinen Abnehmer fand (9.).

Nach einer Stunde der erste Geraer Torschuss

Die Umstellung auf eine Dreierkette, die bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünferkette wurde, verlieh der Geraer Abwehr zwar Sicherheit, band aber auch viele Kräfte für den eigenen Spielaufbau, so dass man nur selten in der Lage war, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, geschweige denn konstruktive Konter zu inszenieren. So rollte Angriff auf Angriff in Richtung Wismut-Kasten, wobei sich besonders die linke Abwehrseite mit dem erstmals von Anbeginn aufgebotenen Manuel Seibt als äußerst anfällig erwies. Zum Glück waren die Eingaben von Alexander Morozow nicht genau genug. Im Abwehrzentrum konnten so Jonas Struß, Andreas Luck und Frank Müller immer wieder ohne große Probleme retten. Was dennoch auf den Kasten kam, wurde zur Beute des sehr sicher wirkenden Sabri Vaizov. Nach einem Rückpass von Patrik Schlegel traf Dimitrios Komnos den Ball nicht richtig (19.). An einem Röhr-Schuss von der Strafraumgrenze rutschte der VFC-Mittelstürmer vorbei (37.). Kurz darauf trudelte der nächste Versuch von Philipp Röhr am Wismut-Tor vorbei (40.). Nach Wiederbeginn stellten die Geraer auf Viererkette um. Der angeschlagene Frank Müller und Manuel Seibt blieben in der Kabine. Phillip Roy und Florian Schubert kamen in die Partie. Die Gastgeber drängten auf die Führung. Beim Heber von Alexander Morozow rettete Jonas Struß vor der Torlinie (52.). Ein 25 m-Schuss von Philipp Röhr strich knapp am rechten Pfosten vorbei (56.). Wismut konterte jetzt etwas zielstrebiger. Nach einer Stunde der erste Gäste-Torschuss. Doch zielte Marco Pusch aus der Distanz nicht genau genug, um VFC-Torwart Marian Unger in Not zu bringen (60.). Besser war die Schussposition für Stefan Raßmann, der von der Strafraumgrenze nach Zuspiel von Maximilian Enkelmann aber zu hoch zielte (71.). Als den Plauenern nicht mehr viel einzufallen schien, schlug Aleksandrs Guzlajevs Sonntagsschuss im Dreiangel ein (83.). Wismut mühte sich um den Ausgleich. Während Patrik Schlegel die Entscheidung nach einem Rückpass verpasste (87.), traf auf der anderen Seite Raphael Börner nach einer Freistoßeingabe von Carsten Weis hinter die VFC-Abwehr mit seiner Direktabnahme nur das Außennetz (90.).

Jens Lohse / 28.08.17