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Männer NOFV-Oberliga Süd

BSG Wismut Gera vs. FC Inter Leipzig
4 : 1

Wismut Gera startet mit Sieg
Die Wismut besiegt zum Rückrundenstart den Tabellenzweiten Inter Leipzig mit 4:1 (2:1).


Die Erleichterung stand Trainer Frank Müller nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Überraschend bezwang die Geraer Wismut-Elf zum Rückrundenauftakt den Tabellenzweiten International Leipzig mit 4:1. „Ein Kompliment allein kann die heutige Leistung meiner Mannschaft gar nicht würdigen. Wir haben defensiv sehr gut gestanden und uns viele Möglichkeiten erarbeitet, so dass sogar noch der eine oder andere Treffer mehr drin waren. Kein Spieler lag unter Schnitt. Nur so können wir uns aus dem Tabellenkeller befreien", schätzte der neue Gastgeber-Coach nach seinem Debüt auf der Bank ein.

Backhaus: Gera hat hochverdient gewonnen

Auch Inter-Trainer Heiner Backhaus würdigte die Leistung des Kontrahenten. „Wismut Gera hat hochverdient gewonnen. In den entscheidenden Situation haben sie uns den Schneid abgekauft. Wir hatten einen saumäßigen Tag. Das wird uns so schnell nicht wieder passieren."

Vor 173 Zuschauern entwickelte sich von Anbeginn ein munteres Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Nach drei Minuten erlebten die Geraer die erste Schrecksekunde. Nach einem weiten Einwurf tauchte Misaki allein vor Wismut-Keeper Vaizov auf, traf den Ball aber nicht richtig (3.). Im Gegenzug hatten die Anhänger des Gastgebers den Torschrei auf den Lippen. Nach einer Flanke von Katzenberger scheiterte Luck mit seiner Direktabnahme aus Nahdistanz aber noch an Inter-Schlussmann Jokanovic (4.).

Kurz darauf jubelten die Geraer doch das erste Mal. Eine Katzenberger-Ecke köpfte Torjäger Luck ungedeckt in zentraler Position zum 1:0 ein (7.). Wismut zog sich nicht zurück, musste allerdings den Ausfall von Zugang Paul verkraften, der verletzt ausschied (12.). Dräger ersetzte ihn als Innenverteidiger.

Wenig später erhöhten die Orange-Schwarzen. Einen Diagonalpass aus der eigenen Hälfte von Raßmann erlief sich der zweite Neue im Geraer Trikot. Der in der Winterpause von Inter Leipzig gekommene Romario bezwang seinen einstigen Teamkollegen Jokanovic per Flachschuss zum 2:0 (19.). Sein Torjubel war allerdings wenig sportlich. Demonstrativ spuckte er an der Mittellinie vor Gäste-Trainer Backhaus auf den Boden und hatte Glück, dass er von Referee Kluge aus Zeitz nur Gelb sah. Die Leipziger gaben sich nicht auf. Nach einer kurz gespielten Ecke verkürzte Gümüstas mit einem fulminanten 20 m-Schuss ins rechte Dreiangel auf 2:1 (27.).


Die besseren Chancen boten sich weiterhin der Müller-Elf. Romario setzte seine Torschüsse allerdings zweimal zu hoch an (29., 31.). Inter machte Druck. Angreifer Diallo sicherte viele Bälle in der torgefährlichen Zone, gefiel mit seiner Kopfballstärke. Kapital konnte er nicht daraus schlagen. Hovi scheiterte aus Nahdistanz an Vaizov (37.), der auch beim Flachschuss des Finnen von der Strafraumgrenze goldrichtig stand (45.+2).

Auch nach Wiederbeginn ließ Wismut nicht locker. Ausgangspunkt des dritten Geraer Treffers war abermals eine von Katzenberger nach innen gebrachte Ecke. Luck schloss flach ab. Enkelmann stand goldrichtig und schob zum 3:1 ein (50.). Der Gastgeber legte nach. Nach einem Musterpass von Weis lief Schubert allein auf das Leipziger Tor zu und behielt die Nerven. Sein Flachschuss landete im linken Eck – 4:1 (62.). Inter kämpfte, ließ aber die Überzeugung in den eigenen Aktionen vermissen, dass eine Wende noch möglich wäre. Die Wismut-Kicker brachten den wertvollen Vorsprung mit leidenschaftlichem Kampfgeist über die Zeit. Bei Diallos Kopfball rettete Katzenberger auf der Linie (82.). Ein Gümüstas-Fernschuss rasierte noch die Latte (84.).

Auf dem Dreier können sich die Geraer nicht ausruhen. Am Sonnabend muss im Stadion der Freundschaft gegen den VFC Plauen nachgelegt werden.

Jens Lohse / 26.02.18

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