Traditionsduell am Steg

Die Lage wird von Woche zu Woche brisanter, langsam müssten wir mal mit dem Punkte holen weitermachen, sonst werden wir um den nächsten Abstieg nicht herumkommen. Letztes Wochenende lief nicht gerade für uns, fast alle unten waren erfolgreich.
„Gefühlt war es kein schlechtes Spiel am Freitag gegen den FC Thüringen Weida, bei dem einfach die effektivere Mannschaft gewonnen hat. Bringt uns aber alles nichts, wir brauchen natürlich zwingend Punkte und nicht nur ordentliche Spiele.“
, so Jimmy Wagner.
Auch wenn das Ergebnis nicht stimmte, eine schöne Veranstaltung mit 700 Zuschauern war es auf jeden Fall.
Unsere Fans brauchen wir auch am Samstag, denn mit dem FSV Wacker 90 Nordhausen kommt ein aktueller Kontrahent um den Abstieg nach Gera. Aktuell noch, die Südharzer sind nämlich gerade auf dem Weg, sich nach oben zu verabschieden. In den letzten drei Spielen gab es zwei Siege, darunter am Samstag ein 3:2 beim 1.FC Eichsfeld. Für das Heuschkel/Wagner-Team heißt es also, den kleinen Aufschwung der Südharzer zu beenden.
Scheinbar helfen da unseren Gästen die Winterneuzugänge. Jaako Johannes Lakkamäki im Tor und Lenox Schleusing im Sturm, er kehrte nach Stationen im Nachwuchs beim Halleschen FC und Darmstadt 98 zurück nach Nordhausen, absolvierten alle drei Spiele 2026. Schleusing traf sogar schon einmal. Stergios Dodontsakis kam zweimal zum Einsatz, musste wegen einer Gelb-Roten Karte in Struth pausieren.
Wacker, trainiert von Stefan Wilke, hat inzwischen vier Punkte mehr als unsere Wismut, die meisten Treffer mit sechs erzielte Alexander Ludwig. Vor der Saison kam er vom SV Auleben, dort war er Torschütze vom Dienst.
Wie sieht das Trainerteam das Spiel:
„Nordhausen hat sich in der Winterpause nochmal ziemlich verstärkt, das sieht man auch direkt anhand der Spiele. Wir werden eine ähnliche Klarheit und Leidenschaft wie Freitag benötigen und spielerisch im letzten Drittel einen Tick sauberer werden.
Personell sind wir gut aufgestellt und Ausfälle sind aktuell kaum zu erwarten.“
Das Duell zwischen Nordhausen und Gera gab es schon vor mehr als 70 Jahren. Am 8.Spieltag der Saison 1953/1954 trafen wir zum ersten Mal aufeinander. Damals noch im Stadion am Steg gewannen wir 3:2. Im Kader waren solch klangvolle Namen wie Manfred Kaiser, Bringfried Müller oder Horst Freitag, die auch außerhalb von Gera Karriere machten. Im Rückspiel gabs dann ein 2:5 aus unserer Sicht. Wir wurden nach dem Abstieg aus der Oberliga Zweiter, die damalige BSG Motor Nordhausen-West Siebter.
Während Wismut die ewige Tabelle der DDR-Liga anführt, ist Nordhausen Zehnter mit 29 Spielzeiten in der 2.Spielklasse. Ohne Frage eine der großen Mannschaften aus Thüringen, die wir am Samstag empfangen dürfen.
Anpfiff ist 14 Uhr. Die Leitung der Partie übernimmt Nora Dieckmann vom SV Jena-Zwätzen. An den Linien stehen Tarik Dorsch und Tim Köhler.
Wir haben jetzt drei weitere Heimspiele hintereinander, die Zeit ist gekommen, um erfolgreich zu sein. Also los Jungs. Wir wollen auch nächstes Jahr in der höchsten Liga Thüringens spielen.
