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Männer NOFV-Oberliga Süd

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal vs. BSG Wismut Gera
2 : 2

Raßmann steht goldrichtig
Wismut Gera holt äußerst glücklichen Punkt beim Aufsteiger


Beim Stand von 2:1 warteten die Hohenstein-Ernstthaler auf den Abpfiff. Zwei Minuten Nachspielzeit hatte Referee Patrick Kluge aus Zeitz angezeigt. Es war dann wohl schon die dritte, als eine letzte Flanke in den Gastgeber-Strafraum segelte, die Kapitän Robert Paul mit dem Kopf auf Stefan Raßmann ablegte, der zehn Meter vor dem gegnerischen Kasten freistehend per Volleyschuss zum 2:2-Ausgleich erfolgreich war (90.+3).

„Das war ein überaus glücklicher Punktgewinn für uns. In der Hinrunde haben wir manchmal nicht gewusst, warum wir eigentlich verloren haben. Heute hatten wir das Glück auf unserer Seite, obwohl wir einen schlechten Tag erwischt hatten. Beide Gegentore resultierten aus individuellen Fehlern", sagte Wismut-Trainer Frank Müller.

Nach einem recht ordentlichen Beginn der Orange-Schwarzen vor 235 Zuschauern - darunter etwa 70 Geraer - ergriff Hohenstein-Ernstthal die Initiative. Mit schnellem Kurzpassspiel versuchte man, die Wismut-Abwehr auszuhebeln. Sebastian Weiske verfehlte per Kopf das lange Eck knapp (12.). Kurz darauf strich auch sein Flachschuss am Kriebel-Kasten vorbei (13.).

Nach einer guten Viertelstunde gingen die Gäste in Führung. Jegor Jagupov war nach einem langen Ball in den Strafraum eingedrungen und dort von Eric Fischer zu Fall gebracht wurden. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Angreifer selbst sicher - 0:1 (17.). Die Freude bei der Müller-Elf währte allerdings nur kurz. Nach Vorarbeit von Christopher Wittig gelang dem Ex-Geraer Max Gehrmann der Ausgleich (19.).

Nachdem Jegor Jagupov gegen VfL-Torwart Pavel Petkov im Laufduell einen halben Schritt zu spät gekommen war (21.), stellte Wismut seine Offensivbemühungen bis zur Pause fast völlig ein. Zumindest kam in Sachen Torgefahr nichts mehr an. Mehr hatten da die Hohenstein-Ernstthaler zu bieten.



Ein Schuss von Daniel Heinrich wurde zur Ecke abgefälscht (24.). Nach einem Gehrmann-Solo konnten die Gäste im letzten Moment klären (27.). Der in der Winterpause aus Rudolstadt gekommene Gehrmann hatte dann die sichere Führung der Hausherren vor Augen.

Nach einer verpatzten Söllner-Ecke startete der VfL zum Überzahlkonter. Der an der Strafraumgrenze völlig freigespielte Angreifer scheiterte aber an Nicolas Kriebel, der auch den Nachschuss von Roy Blankenburg parierte (35.). Auch beim verdeckten Versuch von Kai Enold war der Wismut-Torwart zur Stelle (43.), der für die Gäste damit das schmeichelhafte Remis in die Pause rettete.

Nach Wiederbeginn verflachte die Begegnung. Bei den Geraern fehlte ohne die Doppeltorschützen der Vorwoche Christopher Lehmann und Raimison Draiton dos Santos die Durchschlagskraft. Zwei Großchancen besaß Hohenstein-Ernstthal dennoch. Nach einem Stellungsfehler des eingewechselten Julius Grabs wurde Roy Blankenburg gerade noch geblockt (50.). Nach Blankenburgs Vorarbeit fand später Guido Heßmann aus Nahdistanz in Nicolas Kriebel seinen Meister (68.).

„Das ist Angsthasenfußball", haderte Gäste-Trainer Frank Müller am Spielfeldrand. Seine Mannschaft blieb in der Offensive viel schuldig. Außer einem Katzenberger-Freistoß, den Marco Pusch mit langem Bein verpasste (65.), gab es nichts Erwähnenswertes. Erst nach dem 2:1 von Fabian Erler, der die Vorarbeit von Roy Blankenburg und Sebastian Weiske am zweiten Pfosten verwertete (74.), riskierten die Geraer mehr und wurden in der Nachspielzeit belohnt.


Bericht / Foto: Jens Lohse / OTZ / 02.03.2019