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Männer Thüringenliga

BSV Eintracht Sondershausen vs. BSG Wismut Gera
3 : 7

Wismut geht gleich auf Torejagd - Rico Heuschkel trifft dreifach
Orange-Schwarzen stürmen mit 7:3 Kantersieg an die Thüringenliga-Spitze

Gleich nach dem ersten Spieltag thront die BSG Wismut Gera an der Tabellenspitze der Thüringenliga. Vor 214 Zuschauern behielten die Orange-Schwarzen auf dem Göldner beim Vorjahresdritten BSV Eintracht Sondershausen mit 7:3 (4:1) die Oberhand.

„Wir hatten von der ersten Minute an Spaß am Fußball, haben mit hohem Tempo und hoher Intensität agiert und mit dem klaren Erfolg hier erst einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Nur mit den drei Gegentoren bin ich nicht einverstanden. Solche Nachlässigkeiten können sich gegen einen stärkeren Kontrahenten rächen", meinte Wismut-Trainer Marcus Dörfer.

Die Gäste führten schon nach zehn Minuten 2:0. Als der wiedergenesene Söllner auf der linken Seite freigespielt wurde, traf er ohne Mühe ins lange Eck (6.). Nur vier Minuten später war Heuschkel nach einer Direktkombination nur per Foul zu bremsen und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst (10.).

Sondershausen lief in den Zweikämpfen nur hinterher. Aufkommende körperliche Härten wurden vom Schiedsrichter nur ungenügend unterbunden. Nach einer Unaufmerksamkeit kam die Eintracht zum Anschlusstreffer. Ein gewonnener Ball ging zu schnell wieder verloren. Im Zentrum stand Eintrachts Gibala total frei und verkürzte (23.).



Kurz darauf stellte Börner den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her, als er überlegt das lange Eck anvisierte und das 3:1 markierte (25.). Wismut ließ nicht nach und erzielte seine Treffer stets zum richtigen Zeitpunkt. Mit dem Pausenpfiff stand Heuschkel wieder einmal da, wo ein Torjäger zu stehen hat und erhöhte auf 4:1 (45.).

Auch beim fünften Treffer kurz nach Wiederbeginn bewies er seinen Torriecher. Erst eroberte er einen zu kurz geratenen Sondershäuser Rückpass, umkurvte dann noch Keeper Rusek und schob ohne Mühe zum 5:1 ein (49.). Nach einer unnötig harten Attacke von Hartmann entschied Referee Stollberg auf Strafstoß für die Hausherren. Gibala ließ sich die Chance nicht entgehen (54.).

Immer wenn die Geraer das Tempo anzogen, bekam die Eintracht große Probleme. Nach einem Querpass machte Söllner mit dem 6:2 das halbe Dutzend voll (60.). In abseitsverdächtiger Position gelang Rothe nach einem Patzer von Wismut-Torwart Geenen der dritte Eintracht-Treffer (74.). Die Gäste ließen die Zügel etwas schleifen. In letzter Minute setzte Routinier Paul nach Eckball per Kopf den 7:3-Schlusspunkt (90.).

„Mit dieser Leistung zum Auftakt können wir gut leben. Mit mehr Konzentration im Abschluss hätten wir auch zweistellig gewinnen können. Sondershausen hat insgesamt fünfmal auf unser Tor geschossen. Da sind drei Gegentore eindeutig zu viel. Daran müssen wir in Zukunft arbeiten", urteilte Wismut-Trainer Marcus Dörfer.

 

Bericht: Jens Lohse / OTZ / 05.08.2019
Foto: Danny Neidel