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Männer Thüringenliga

FC An der Fahner Höhe vs. BSG Wismut Gera
4 : 2

Wismut-Tristesse in Dachwig
Geraer liegen beim Spitzenreiter schon nach 22 Minuten mit 0:3 im Hintertreffen

Einen Blick auf die Thüringenliga-Tabelle können sich die Geraer Wismut-Kicker bis Weihnachten verkneifen. Nach der 2:4-Niederlage im Spitzenspiel beim FC An der Fahne am Sonntag vor 135 Zuschauern fielen die Orange-Schwarze auf Rang vier zurück und haben bereits sieben Zähler Rückstand auf den souveränen Tabellenführer.

„Wir haben abermals dem Kontrahenten viel zu einfache Treffer ermöglicht. Vier Gegentore in einem Spitzenspiel - da ist nichts zu holen, wobei wir selbst nach dem 0:4-Rückstand noch viele gute Chancen besaßen. Fahner Höhe hat einfach gespielt, wir zumindest in der ersten Halbzeit viel zu halbherzig", analysierte Wismut-Trainer Marcus Dörfer.

Sein Gegenüber Tobias Busse war da schon zufriedener. „Wir wussten, wo wir Gera packen können. Die frühe Führung nach einem Standard hat uns in die Karten gespielt. Die erste Hälfte hat mir gefallen. Nach dem 4:0 müssen wir das Spiel aber souveräner nach Hause bringen", kommentierte er und sprach von einem würdigen Spitzenspiel, in dem beide Teams Fußballspielen wollten.

Die erste Ecke von Fahner Höhe segelte nach innen. Der auf den kurzen Pfosten gestartete Heim verlängerte ungehindert mit dem Kopf und im Zentrum stand der nicht zu übersehende baumlange Machts so frei, dass er ohne Mühe zum 1:0 vollenden konnte (3.).



Die größten Probleme offenbarte Wismut aber wieder in der Defensive. Beim 2:0 wurde man schulbuchmäßig ausgekontert. In jedem Zweikampf kam man einen Schritt zu spät, was dann auch Schlussmann Geenen allein gegen den durchgebrochenen Lischke nicht mehr retten konnte (15.).

Das war noch nicht alles. Als Dörlitz am eigenen Strafraum unbedrängt ein Luftloch schlug, bedankte sich der lauernde Preller per Heber mit dem 3:0 (22.). „Ihr seid nur ein Punktelieferant!", hallte es von der gut gefüllten Tribüne der Geat-Arena. Die Geraer mussten diesen Spott ertragen.

So richtig wehrte man sich nicht dagegen. Genau wie die mitgereisten Fans ihre akustische Unterstützung einstellten, tat sich auf dem Platz nicht viel. Nach Wiederbeginn erhöhte Fahner Höhe durch Aliyev auf 4:0. Die Geraer fanden nochmals zurück in die Partie. Als Kapitän Schubert im Strafraum von Baumgart von den Beinen geholt wurde, verwandelte Heuschkel den Elfmeter zum 4:1 (63.).

Hätte anschließend Schubert allein vor Bresemann auch ins Schwarze getroffen, es hätte nochmals spannend werden können. Doch der Wismut-Spielführer schoss am Kasten vorbei (64.). Heuschkels 4:2 in Torjäger-Manier (79.) - sein 16. Saisontor - ließ nochmals Hoffnungen aufkeimen. Aber Kießling am zweiten Pfosten nach einer Söllner-Eingabe (82.) und Börner nach einer Ecke (84.) hatten nicht das richtige Zielwasser getrunken, um eine Partie nochmals spannend zu machen, die eigentlich nach 22 Minuten schon verloren war.

Bericht: Jens Lohse / OTZ / 28.10.2019
Foto: Danny Neidel